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Uttar Pradesh - mehr als nur das Taj Mahal

Ort: Zentralindien, Himalaya, Indo-Gangesebene
Urlaubsart: Kultur | Spirituell | Bildung
Saison: Oktober - April

Uttar Pradesh ist nicht nur der bevölkerungsreichste Staat Indiens mit knapp 200 Millionen Einwohnern. Wäre Indien kein Staat, sondern alle Bundesstaaten Länder, wäre Uttar Pradesh tatsächlich das 5. bevölkerungsreichste Land der Erde.  Gleich 7 Millionenstädte finden sich in diesem Bundesstaat. Trotz reicher Ernten (in den Gangesebenen sogar zwei mal im Jahr) und einiger industrieller Entwicklung ist Uttar Pradesh nach wie vor das Armenhaus Indiens. Der Tourismus spielt auch eine wichtige Rolle für die Menschen dort. Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Indiens, das was für uns in Europa der Inbegriff Indiens ist, findet sich hier: der Taj Mahal, der Ganges, das rote Fort in Agra, Varanasi - die heiligste und eine der ältesten Städte Indiens locken jährlich viele begeisterte Gläubige und Touristen an.

Uttar Pradesh ist eines der wichtigsten Gebiete für die indische Kultur: Hier hat sich der Hinduismus zu voller Blüte entwickelt. Hier hatte Buddah seine Erleuchtung. Er predigte in Sarnath das erste mal von den vier edlen Wahrheiten und begründete damit den Buddhismus. Auch der Ursprünge des Jainismus finden sich hier. Wer Indien und seine Religionen wirklich von Grund auf verstehen will, kommt an Uttar Pradesh nicht vorbei.

Taj Mahal - das bekannteste Bauwerk Uttar Pradeshs
Taj Mahal - das bekannteste Bauwerk Uttar Pradeshs
Das Rote Fort in Agra
Das Rote Fort in Agra
Varanasi - die heiligste Stadt der Hindus
Varanasi - die heiligste Stadt der Hindus
Varanasi bei Nacht
Varanasi bei Nacht
Feierlichkeiten in Varanasi
Feierlichkeiten in Varanasi
Statue in den Ghats
Statue in den Ghats
Gebet am Ganges
Gebet am Ganges
Impression aus Uttar Pradesh
Impression aus Uttar Pradesh

Karte von Uttar Pradesh

Uttar Pradesh liegt im zentralen Norden Indiens. Der Fläche nach ist es der viertgrößte indische Bundesstaat. Im Nordosten liegt die Landesgrenze zu Nepal. Es grenzt außerdem noch an die indischen Bundesstaaten Bihar im Osten, im Südosten an Jharkhand und Chhatisgarh, Madya Pradesh im Süden, Rajasthan im Südwesten, Haryan im Westen und Uttarkhand im Norden.

Kennzeichnend für Uttar Pradesh ist die Gangesebene, die sich im tiefen Flachland zwischen dem Hochland von Dekkan und dem Himalaya im Norden erstreckt. Das Land ist flach und durchzogen von vielen großen Flüssen. Der wichtigste Fluss in allen Belangen - sei es religiös, (land-) wirtschaftlich oder touristisch - ist natürlich der heilige Strom Ganges, Indiens längster Fluss. Selbst die Nebenflüsse des Ganges sind große Ströme: der Yamuna, der sich in Allahabad mit dem Ganges vereinigt und die Ghaghara, die nach Bihar weiterfließt.

Weit im Süden, an der Grenze zu Madya Pradesh befindet sich das Vindhya - Plateau.

Das Klima von Uttar Pradesh ist vor allem durch den Monsun geprägt, der von Juni bis September viel Regen in die Gangesebene bringt. Im Juli und August gibt es bis zu 25 Regentage bei nur im Schnitt 2 Sonnenstunden pro Tag. Wer das erste mal hierher reist, sollte diese Monate definitiv meiden, auch wenn sie ihren eigenen Charme haben. 

Im Oktober lässt der Regen stark nach, tagsüber sind es aber immer noch angenehme 32 °C, die sich nachts auf 20 °C abkühlen. Wer den Regen völlig meiden will, sollte von Dezember bis März kommen - es gibt Jahre, in denen in dieser Zeit nicht ein Tropfen Regen fällt. Dabei sind die Temperaturen bei angenehmen 22 - 32 °C und fallen nachts nur im Januar auf unter 10 °C. 

Ab April sollte man als Reisender schon hitzefest sein. Im Schnitt liegen die Temperaturen im Durchschnitt tagsüber bei um die 40 °C und fallen nicht unter 22 °C nachts. In der Spitze können bis zu 50 °C erreicht werden. Ab Mitte Mai fangen auch die Regentage wieder an.

Unsere Empfehlung: Die idealen Reisemonate sind November bis Januar. Oktober, März und April eignen sich auch noch gut - allerdings sollte man sich da als Mitteleuropäer gut einschätzen können, wie viel Hitze man verträgt.

Gleich drei Religionen und ihre Bräuche haben dieses riesige Land geprägt. Deshalb ist es kein Wunder, dass es entsprechend viele Festivals gibt. Hinzu kommen noch die kulturellen Festivals. Hier kommt eine Aufzählung der wichtigsten:

Magh Mela (Januar/Februar) in Allahabad: Das Magh Mela Fesitval ist der kleine Bruder des alle 12 Jahre stattfindenden Kumbh Mela, das größte Fest des Hinduismus. Das Magh Mela Festival sieht im Grunde nicht viel anders aus: Millionen von Pilgern kommen nach Allahabad, um sich im Zusammenfluss von Ganges und Yamuna rituell zu waschen. Es dauert einen vollen Monat, in der Regel im Januar und Februar

Taj Mahotsav (Februar) in Agra: Ein weltliches Fest, das die Künste der Moghulzeiten hochleben lässt. Kunsthandwerker aus vielen Teilen des Landes stellen ihre Arbeit aus. Am bekanntesten ist Taj Mahotsav jedoch für seine Parade, die im Stil einer Siegesparade der Mogule abgehalten wird: pompös mit geschmückten Elefanten und Kamelen, Tänzern, Trommlern, Trompetern - ein sehenswertes Spektakel.

Ramayan Mela Ayodhya (März) in der Nähe von Faizabad: Ein hinduistisches Fest, das die Hochzeit von Rama und Sita feiert. In Ayodhya wurde die Ramayana geschrieben, in der die Hochzeit beschrieben wird, und dort soll auch der Geburtsort Ramas sein. Entsprechend groß sind die Feierlichkeiten zur Ramayana Mela.

Lathmar Holi (März) in Barsana Braj Mathura: Ein hinduistisches Fest, das einige Tage vor Holi (ein Frühlingsfest) stattfindet. Tausende Pilger und Touristen ziehen nach Barsana. Krishna soll an diesem Tag den Ort besucht haben und dort Radha und ihre Freundinnen geärgert haben. Die Frauen vertrieben ihn daraufhin. Seit dem Tag kommen die Männer aus Nandgaon (der Sage nach Krishnas Dorf) einige Tage vor Holi nach Barsana zum einzigen Radha Tempel Indiens. Die Frauen Barsanas warten außerhalb des Tempels mit großen Stöcken, um die Männer nach der Zeremonie im Tempel damit zu schlagen (keine Sorge, die Männer sind durch Schilde geschützt und das Ganze ist eine spaßige, freudvolle Angelege. nheit). Ein ungewöhnliches Fest, das man unbedingt mitnehmen sollte, wenn man ohnehin gerade in der Gegend ist.

Ram Nagaria Mela (April) in Farrukhabad: Ram Nagaria ist ein kleiner Ort, zieht aber jedes Jahr zu seinem hinduistischen Volksfest mit Riesenrad, Zirkus und Märkten viele Pilger und noch mehr Touristen an.

Sankrat Mochan Music Festival (April) in Varanasi: ein 5tägiges Musikfest im Sankat Mochan Tempel.

Ganga Dashahara (Juni) überall: ein hinduistisches Fest. An diesem Tag soll der Ganges - der heiligste Fluss der Hindus - vom Himmel gefallen sein. Idealer Weise kommt der Gläubige irgendwie an den Ganges.

Kailash Fair (August) in Agra: ein hinduistisches Fest zu Ehren Shivas, der hier in Form eines Steinlingams erschienen sein soll. 

Sri Krishna Janmashtami (August) in Mathura: hier wird die Geburt Krishnas gefeiert. An seinem Geburtsort Mathura natürlich mit größter Hingabe und noch mehr Pomp.

Cattle Fair (Oktober) in Bateshwar, Agra: ein großer Viehmarkt, der noch viel vom ursprünglichen Indien zeigt, ganz anders als in Pushkar.

Ganga Mahotsav (Novemeber) in Varanasi: An diesem Tag strömen tausende von hinduistischen Pilgern zum Ganges, um die rituellen Waschungen vorzunehmen.

Ayurveda Jhansi Mahotsava (3. - 7. November) in Jhansi: Dieses Fest ist sehr beliebt in ganz Uttar Pradesh. Es steht ganz unter dem Motto "Back to Nature" und es wird auch oft als "Healing Week" bezeichnet. Grund der Feier ist nichts anderes als Ayurveda. Es wird mit viel Pomp und Hingabe gefeiert. Dieses Fest soll die gewaltige kulturelle Bedeutung der Ayurveda für Indien, speziell Uttar Pradesh feiern. Und das wird in aller Ausführlichkeit getan: Vorträge, Ausstellungen, Kunst rund um Ayurveda, Tanz, Gesang und Gedichtvorträgen.

Water Sports Festival (November) in Allahabad: einfach ein Riesenspaß: Wassersportwettkämpge oder einfach mal Wassersport ausporbieren. Wenn Sie Wassersport lieben, sind Sie hier richtig.

Lucknow Festival (November) in Lucknow: ein 10tägiges, groß angelegtes Kulturfest. Hier lohnt ein Blick in das jeweils aktuelle Programm.

Agra

Wer Agra hört, denkt automatisch an das prächtige Taj Mahal. Sicherlich auch die wichtigste Sehenswürdigkeit in Agra. Aber es gibt noch mehr, wie man in der Auflistung sieht:

  • Taj Mahal: Erbaut vom Mogulherrscher Shah Jahan als Denkmal für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Der Taj Mahal ist das Monument der Liebe schlechthin. Es erstrahlt je nach Sonnenstand in zartem rosa oder strahlendem weiß. Zum Taj Mahal gehören neben dem aus weißem Marmor erbautem aus unzähligen Bildern bekanntem Zentralbau, einige Ziergärten, ein kleines Museum, eine aus rotem Sandstein erbaute Moschee und der ebenfalls aus unzähligen Bildern bekannte Lotuspool. 
  • Agra Fort, Rotes Fort: eine imposante Festungsanlage oberhalb des Yamuna aus der Mogulära, das im 16. und 17. Jh. als Sitz der Mogule diente. Die Anlage ist mit einer bis zu 21 m hohen mit roten Sandsteinplatten verkleideten Mauer umgeben, die insgesamt 2,4 km lang ist und sich halbmondförmig um die darin liegenden Gebäude legt. Innerhalb dieser Mauern finden sich viele prachtvolle Gebäude wie die Moti Masjid - eine Moschee, die offizielle Audienzhalle Diwan-i-Am, die private Audienzhalle Diwan-i-Khas und weitere sehenswerte Palastgebäude (Bauherr war hier ebenfalls Sah Jahan) wie der Shish Mahal (Spiegelpalast), der Khas Mahal oder der riesige, aus rotem  Sandstein erbaute Jehangir Palast  und verschiedene Gärten. Das Agra Fort ist ein sehr typisches Beispiel der indo-islamischen Baukunst.
  • Akbar Mausoleum: Das Grabmahl von Jalaludin Muhammad, dem dritten und größten der Mogulherrscher. Mit dem Bau des Mausoleums wurde schon während seiner Lebzeit begonnen. Es ist ein prächtiger Vorläufer des Taj Mahal, mit Gärten und eher eine Palastanlage denn ein Grabmal. 
  • Itmid-ud-Daulah - Mausoleum: errichtet von Nur Jahan für ihren Vater, dem Großvater des bekannten Shah Jahan. Es erinnert eher an einen Palast mit Lustgarten als an ein Grabmal. Es wird als Vorläufer des Taj Mahal gesehen.
  • Chini ka Rauza Mausoleum: Hier wurde der persische Poet Afzahl Khan bestattet. Es ist in seiner Bauweise eher der islamischen Architektur zuzurechnen und insgesamt nicht mehr so prächtig anzusehen wie im 17. Jh. 
  • Mehtab Bagh: Übersetzt heißt das soviel wie "Mondscheingarten" und ist eine persiche Art des Gartenbaus. Er liegt dem Taj Mahal exakt gegenüber. Aus dem Garten heraus hat man einen fantastischen Panoramablick über den Yanuma auf das Taj Mahal. Der Garten selber ist ebenfalls sehenswert: auf 300 x 300 m kann man typische persische Gartenkunst bewundern.

Aligarh

Aligarh ist eine Großstadt mit ca. 870 000 Einwohnern. Bekannt ist die Stadt v. a. aufgrund der 1875 gegründeten Aligarh Muslim University. Die Stadt hat einige recht imposante Gebäude. Wenn die Stadt auf dem Weg liegt oder man in der Nähe ist, lohnt ein kurzer Abstecher dorthin.


Allahabad

In dieser Millionenstadt fließen Ganges und Yamuna zusammen, was sie zu einem wichtigen Ziel hinduistischer Pilger macht. Alle 12 Jahre findet hier die Kumbh Mela statt, das größte religiöse Fest der Welt. Aufgrund der bedeutenden Lage gibt es neben religiöser Sehenswürdigkeiten auch einige historische Sehenswürdigkeiten aus der Moghulzeit:

  • Triveni Sangam: der Zusammenfluss von Ganges, Yamuna und dem unsichtbaren Fluss Saraswati
  • Fort Allahabad: errichtet von dem Mogulkaiser Akbar im 16. Jh. Darin befinden sich zwei wichtige Heiligtümer des Hinduismus: der unterirdsiche Patalpur Tempel und der heilige Banyanbaum Akshaya Vat. Der Legende nach sollen sich hier in früheren Zeiten viele gläubige Hindus in den Tod gestürzt haben, um Erlösung zu erlangen. Die Akoshasäule ist hier ebenfalls zu bewundern. Sie stammt aus dem 3. Jh. vor Christus und erklärt den Buddhismus zur Staatsreligion. Das Fort wird nach wie vor militärisch genutzt, weshalb es nur eingeschränkt zugänglich ist.
  • Khusrau Bagh: eine ummauerte Gartenanlage aus dem 17. Jh. mit dem Mausoleum für Khusrau Mirzas (dem ältesten Sohn des Mogulkaisers Jahangir), dessen Mutter und Schwester. Hier finden Sie klassische indo - islamische Bau- und Gartenkunst.
  • Anand Bhavan/Swaraj Bhavan: das ehemalige Anwesen der Nehru/Ghandi-Familie, das in den 1930er Jahren erbaut wurde. Heute ein Museum.
  • Jawahar Planetarium: direkt neben Anand Bhavan liegt dieses Planetarium, das nach dem ersten Premierminister Indiens, Jawaharlal Nehru, benannt wurde.

Auch die Umgebung von Allahabad lohnt den einen oder anderen Ausflug, wenn die Zeit es erlaubt:

  • Chitrakoot: hier - im angeblichen Geburtsort Brahmas, Vishnus und Shivas - finden Sie viele Tempel und Ghats. Es ist ein beliebter Pilgerort.
  • Hanuman Dhara: Am Fuße des Berges Kamadgiri finden Sie die in einem Wasserfall die Statue von Hanuman, dem Affenkönig.

Ayodhya

Ayodhya ist eine der sieben heiligen hinduistischen Städte Indiens. Der Legende nach soll hier Rama geboren worden sein. Aber auch jainistische und islamische Gotteshäuser sind hier zu finden.

  • Hanumangarhi Tempel
  • Dashrath Bhavan-Tempel
  • Kanak Bhavan Palast
  • Cum-Tempel
  • Ram Janam Bhumi: Geburtsort Ramas

Banda

In der Nähe befindet sich die älteste Festung Indiens: Kalinjar. 


Fatehpur Sikri

Die ehemalige Hauptstadt des Moghulreiches wird heute nur von ca. 30 000 Einwohnern bewohnt und ist tatsächlich wenig interessant. Interessant ist die "Stadt des Sieges", die Großmogul Akbar aus dem Boden stampfte und deren Ruinen nach wie vor von der einstigen Pracht künden. Die Stadt musste nach nur 15 Jahren wegen Wassermangels aufgegeben werden.  Die Baudenkmäler der Stadt sind von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden.

  • Diwan-i-Am: größtenteils erhaltene und restaurierte öffentliche Audienzhalle
  • Diwan-i-Khas: private Audienzhalle mit Schatzkammer
  • Anup Talao-Pavillion: Palast einer der Lieblingsfrauen von Akbar
  • Daulat Khana: Privatpalast des Mogulkaisers
  • Panch Mahal: fünfstöckiger Palast, bekanntestes Bauwerk von Fatehpur Sikri
  • Sunahra Makan: wahrscheinlich die Gemächer von Akbars Mutter
  • Jami Masjid: Mittelpunkt des Sufi-Schreins mit einer einzigartigen Architektur: ursprünglich roter Sandstein wurde mit weißem Marmor überzogen. Sie ist das beeindruckendste Gebäude der Stadt.

Jaunpur

Hier in Jaunpur können sie in der indo-islamischen Architektur des 15. und 16. Jh. schwelgen. Besondere Sehenswürdigkeiten neben dem gesamten Stadtbild sind:

  • Jama Masjid (Freitagsmoschee): erbaut um 1470
  • Atala Moschee: Baubeginn war 1377, ein herausragendes Beispiel des indo-islamischen Provonzialstils
  • Shahi Brücke (auch: Akbar Brücke): verbindet die Stadt mit dem jenseits des Gomti gelegenen Shahi Fort. Erbaut durch Kaiser Akbar im 16. Jh.

 


Kanpur

Kanpur ist mit seinen 2,8 Millionen Einwohnern die größte und am stärksten industrialisierte Stadt Uttar Pradeshs. Sehenswürdigkeiten in Kanpur:

  • Gotteshäuser: Shri Radhakrishna Tempel, Sri Sri Radha Madhav Tempel, Jama Masjid, Kanpur Memorial Church, Bhitargaon Tempel
  • Allen Forest Zoo: 77 Hektar großer Zoo mit seltenen Tieren. Kaum an einem Tag zu schaffen
  • Massacre Ghat (Satti Chaura Ghat): Eine Gedenkstätte, an der eines der schlimmsten Massaker an Briten im indischen Aufstand 1857 stattfand.
  • Einkaufen und sonstige Freizeitaktivitäten: Hier in Kanpur finden Sie einfach alles, was Spaß macht: Wasserparks, Kinos, Malls

Lucknow/Lakhnau

Hier in der Hauptstadt von Uttar Pradesh gibt es viel zu entdecken. Die Stadt ist sehr groß - 2,8 Mio Einwohner nach der letzten Volkszählung. Die Stadt ist v. a. Industriezentrum und Verkehrsknotenpunkt. Sie wirkt beinahe dörflich und sehr indisch. Die großen touristischen Highlights erwarten Sie hier nicht, aber viel Authentizität.

  • Imambaras: Das sind Häuser der Imame. Das größte uns sehenswerteste ist das Bara Imambara mit imposanten Toren, einem Stufenbrummen und einer Moschee. Absolut einmalig ist das Dachgeschoss. Dort finden sie das Bhulbhulaiya - ein Labyrinth. Sehenswert ist auch das Husseinabad Imambara, der "Palast der Lichter".
  • Rumi Darwaza: ein Triumphbogen, der eine Kopie der Hohen Pforte in Istanbul ist.
  • Hussainabad-Uhrturm aus dem 19. Jh.
  • Ruinen der bitischen Residency: Als Mahnmal belassene Ruinen mitten in einer Parkanlage, das an den niedergeschlagenen indischen Aufstand von 1857 erinnert. Ein kleines Museum in der Nähe gibt Auskunft über die dramatischen Ereignisse von damals.
  • Sikander Bagh: Villa mit Garten, in dem im Aufstand von 1857 die heftigsten Kämpfe getobt haben.
  • Lucknow Zoo: Mitten in der Stadt finden Sie einen der ältesten Zoos Indiens
  • Botanischer Garten: Er ist groß und wunderschön. Hier können Sie einfach die Ruhe des Augenblicks genießen.

Mathura

Hier in der Gegend soll Krishna geboren und aufgewachsen sein. Deshalb ist Mathura ein wichtiges Pilgerziel für Hinduisten. Touristische Sehenswürdigkeiten gibt es kaum. Die Stadt ist v.a. von religiöser Bedeutung. 

  • Sri Krishna Janmbhoomi Tempel: angebliche Geburtsstelle Krishnas
  • Gita Marmortempel: von der Industriellenfamilie Birla gestifteter Tempel
  • archäologisches Museum

Sarnath

Sarnath ist eine der heiligsten Stätten des Buddhismus. Hier predigte Buddah zum ersten mal nach seiner Erleuchtung die buddhistische Lehre.

  • Dhamekh Stupa: Ort von Buddahs erster Predigt
  • Chaukhandi Stupa: hier traf Buddah auf seine ersten Schüler
  • Mulgandha Kuti Vihar Tempel: ein moderner buddhistischer Tempel
  • archäologisches Museum: Sammlung buddhistischer Reliquien

Shravasti

Während Buddahs Lebzeit war Shravasti eine der größten Städte Indiens. Buddah hielt sich hier auf und vollbrachte Wunder, weshalb Buddhisten diese Stadt heute noch heilig ist. Es gibt jede Menge Tempel, einen großen Bodhi-Baum, der von Buddhas Schülern gepflanzt wurde und wo eine der großen Weltfriedensglocken aufgestellt wurden.


Varanasi

Varanasi, früher Benares genannt, ist eine der heiligsten und ältesten Städte Indiens. Zu tausenden kommen Hindu Pilger hierher, um sich in den Ghats der Stadt in einem heiligen Ritual im Ganges die Sünden vom Leib zu waschen. Für diese Stadt sollten Sie sich viel Zeit nehmen.

Die Ghats stellen eine Besonderheit dar. Es sind die oft mit Tempeln und Treppen bebauten Flussufer in Indien. In Varanasi finden sich die ältesten und heiligsten Ghats, die bekanntesten der ca. einhundert Ghats:

  • Harishchandra Ghat - das älteste Ghat Varanasis
  • Someswar Ghat - hier soll man sich Krankheiten abwaschen können
  • Manikamika Ghat - ein besonders heiliger Ort, an dem Einäscherungen stattfinden
  • Panchganga Ghat - hier soll das Wasser der fünf Flüsse Ganges, Yamuna, Sarswati, Kirana und Dhutpapa aufeinander treffen.

Die Ghats sind das Ziel der vielen Pilger. Dort werden viele unterschiedliche Rituale abgehalten, deren Aufzählung hier zu weit führen würde. Sie können sich jedoch sicher sein: an den Ghats in Varnasi wird immer etwas los sein. Besonders schön ist es, Zeremonien vom Fluss aus bei Sonnenaufgang oder -untergang zu beobachten.

  • Tempel: Neben den uralten Ghats gibt es noch andere Sehenswürdigkeiten: etwa 200 jainistische, buddhistische und hinduistische Tempel. Allerdings gibt es zu vielen davon keinen Zutritt.
  • Benares Hindu University: eine ausgezeichnete Universität
  • Ramnagar Fort: erbaut im 18. Jh. im Moghulstil. In der mächtigen Bastion finden Sie Saraswati Bhawan, ein sehr bekanntes Museum.
  • Basare und Märkte: ein typischeres Orientfeeling können Sie nirgends bekommen als auf dem großen Basar in Varanasi

Vrindavan

In dieser Stadt nahe Mathura soll Krishna aufgewachsen sein und seine besondere Beziehung zur Radha soll sich hier ausgeprägt haben. Deshalb zieht diese Stadt viele Pilger an, die sich an den Orten, an denen Krishna aufgewachsen ist, aufhalten wollen.

Sehenswürdigkeiten:

  • Krishna Balaram Tempel-Komplex: kunstvoll mit weißem Marmor verziert.
  • Rangaji Tempel: rajputisch - indisch - italienischer Baustil
  • Govind Dev Tempel: aus rotem Sandstein
  • Pagal Baba Tempel: hier werden mit lebensgroßen Puppen Szenen aus Krishnas Leben nachgestellt.

Dudhwa National Park ist ein Tigerreservat. Der Nationalpark befindet sich an der Grenze zu Nepal. Heute leben dort mehr als 30 Tiger und viele andere Tiere wie Sumpfhirsche, Leoparden, Faultiere und Nashörner finden dort eine Heimat. Sehr interessant ist dieser Park auch für Vogelliebhaber. Mehr als 400 Vogelarten kann man hier beobachten. Auch Süßwasserfische findet man hier in großer Vielfalt.

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Goa - Strand, Hippies und Kultur

 

Ort:  Südwestindien, Arabisches Meer
Urlaubsart: Kultur | Strand | Spirituell | Bildung
Saison: September - Mai
Wassertemperatur:     27 °C - 29 °C

 

Goa - kaum ein indischer Bundesstaat ist so legendär wie dieser, das Sehnsuchtsziel vieler europäischer Aussteiger und Hippies in den 60er und 70er Jahren. Goa ist der kleinste indische Bundesstaat, dem man die 450 jährige portugiesische Kolonialzeit auch heute noch deutlich ansieht, auch und v. a. kulturell. Kein anderer Bundesstaat hat einen so hohen katholischen Bevölkerungsanteil, aber auch in der traditionellen Musik und bei dem typischen Essen haben die Portugiesen ihre Spuren deutlich hinterlassen.

Goa ist eine Besonderheit in Indien und absolut nicht mit den andern Bundesstaaten zu vergleichen. Sie finden hier eine traumhafte Mischung indischer und europäischer Kultur, romantische Landschaften, goldene Strände, herrlicher Tempel und Kirchen. Goa ist ideal, um Strand- und Kultururlaub zu verbinden.

 

Goa - Strandurlaub
Goa - Strandurlaub
Relaxen in Goa
Relaxen in Goa
Was wäre Goa ohne Elefanten?
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Auto oder Elefant? In Goa ist nicht immer klar, was die bessere Fortbewegungsmethode ist.
Auto oder Elefant? In Goa ist nicht immer klar, was die bessere Fortbewegungsmethode ist.
Golf in Goa
Golf in Goa
Strand - Sonne - Meer - Goa
Strand - Sonne - Meer - Goa
Entspannung unter Palmen in Goa
Entspannung unter Palmen in Goa
Das koloniale Erbe ist in Goa klar zu sehen.
Das koloniale Erbe ist in Goa klar zu sehen.
Auch Ayurveda ist in Goa ein Thema.
Auch Ayurveda ist in Goa ein Thema.

Karte von Goa

Goa liegt an der mittleren Westküste Indiens, der Konkanküste, direkt am Arabischen Meer mit 101 km Küstenlänge. Im Norden grenzt Goa an Maharashtra, im Süden und Osten an Karnataka.

Die Jahreszeiten in Goa werden durch den Monsun bestimmt. Der Süd-West-Monsun dauert von ca. Mitte Juni bis September. Die Temperatur liegt in dieser Zeit um die 26 °C. Oktober bis April ist es recht trocken mit relativ gleichmäßigen Temperaturen von 25 °C - 27 °C im Schnitt. April und Mai ist die heißeste Saison. Die Durchschnittstemperaturen steigen auf bis zu 30 °C und in der Tagesspitze werden nicht selten 35 °C erreicht.

Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit beträgt ca. 60 %, auch in der Trockenzeit.

450 Jahre herrschten hier die Portugiesen, die das Leben hier in dieser angenehmen Umgebung in vollen Zügen genossen. Sie haben dem Staat ihren Stempel aufgedrückt.

Die Kolonialgeschichte Goas begann 1498, als Vasco da Gama das erste Mal in Calicut landete. Zu dieser Zeit waren die Einheimischen Reiche schon fast 200 Jahre lang zerstritten, was sich die Portugiesen zunutze machten. Sie eroberten 1510 mit Hilfe einer der Parteien die heutigen Städte Velha Goa und Panaji. Gleichzeitig verstarb der gegnerische Sultan und der Nachfolger konnte das Land nicht wieder zurückerobern. Die 450jährige Herrschaft der Portugiesen begann und damit auch die Vorherrschaft des katholischen Glaubens, der oft auch durch Inquisitoren erzwungen wurde. Erst mit der Unabhängigkeit 1910 darf der hinduistische Glaube wieder frei ausgeübt werden.

Diese wechselhafte Geschichte hat tiefe Spuren in den Traditionen und Festen Goas hinterlassen, die die Einwohner heute für künftige Generationen zu bewahren suchen.

Das eindrucksvollste Beispiel dieser kulturellen Mischung ist der berühmte Karneval von Goa. Er findet im Februar in Panaji statt zum Beginn der Fastenzeit. Wir können jedem nur empfehlen, sich dieses fantastische bunte Treiben vor Ort anzusehen - drei Tage und Nächte bunte Paraden, mitreißende Musik und viel Lebensfreude. 

Im März folgt dann gleich da Shigmotsav Festival. 14 Tage wird in diesem hinduistischen Fest der Winter verabschiedet. Die Dörfer schmücken sich und es finden überall bunte, laute und fröhliche Paraden statt.

Wenn wir über die Kultur von Goa sprechen, darf eines nicht fehlen: die Konkan - Küche. Hier treffen indische, exotische Gewürze und Zubereitungen mediterrane Speisen. Teils ist das eine wilde Mischung, die erstmal noch ungewohnter wirkt als indisches essen alleine. Aber es lohnt sich. Probieren Sie sich durch die fantastischen Gerichte. 

Panaji/Panjim

Die heutige Hauptstadt Goas war einst nur eine kleine Vorstadt von Velha Goa. Auch heute noch ist die Stadt klein: ca. 60 000 Menschen wohnen hier. Gelegen am linken Ufer des Mandoviflusses ist sie ein Paradebeispiel für Architektur im portugiesischen Kolonialstil. Wenn Sie durch die Gassen von Sao Tomé streifen, können sie die Kolonialzeit richtig fühlen. Schreiten Sie im Herzen der Stadt durch den städtischen Garten zum Wahrzeichen der Stadt, der Kirche Our Lady of the Immaculate Conception aus dem Jahre 1619. Nordöstlich der Kirche verläuft eine Straße, die Sie direkt zu einem der wichtigsten Gebäude Panajis führt, dem  Secretariat Building, heute Sitz der Regierung, früher Sitz des Vizekönigs.

Bei ihrem Streifzug durch die Stadt dürfen Sie auf keinen Fall das bunte Viertel Fontainhas auslassen. Hier können sie in einer der vielen Werkstätten das klassische Goa-Souvenir erwerben: Azulejos, portugiesisch bemalte Fliesen. Hier finden Sie auch sehr gute Geschäfte, um traditionelle indische Gewänder zu erwerben.

Panaji ist eine wunderbare kleine Stadt. Wenn Sie einen Tag für die Besichtigung einplanen, haben Sie gemütlich Zeit für eine ausführliche Stadtbesichtigung. Aber auch ein längerer Aufenthalt ist lohnend.


 Pilar

Ein kleines Dorf in Zentralgoa - aber mit wichtigen Einwohnern: Der Hauptsitz der Missionary Society of St. Francis Xavier befindet sich hier, ein wichtiges Priesterseminar. Angeschlossen ist die aus dem 17. Jh. stammende Frauenkirche mit weiß getünchter Barockfassade, aus Stein gehauenen Grabplatten, einen mit Fresken geschmückten Kreuzgang und einem kleinen Museum. Vom Dach des Museums aus haben sie einen wundervollen Panoramablick.


Talaulim

Talaulim ist nur ein kleiner Ort, hat aber eine spektakuläre Sehenswürdigkeit: die riesige Church of Santana (St. Anne), eine Barockkirche, deren Bau bereits 1577 begann.


Velha Goa

Ursprünglich nur Goa genannt war Velha Goa eine uralte hinduistische Siedlung. In der heutigen Form wurde die Stadt im 15. Jh. von den Portugiesen gegründet und zur Hauptstadt erkoren. Nach einigen Malariaepidemien flohen die Menschen im 18. Jh. nach Panaji und Velha Goa verlor den Status als Hauptstadt.

Zu den großen Zeiten der Portugiesen trug Velha Goa den Namen “Rom des Orients”. Diese Stadt war prächtig. Heute ist sie zwar etwas heruntergekommen, aber man kann die Pracht der Renaissance Architektur noch sehen und fühlen. Deswegen ist die Stadt in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen worden. Was man in Goa gesehen haben muss:

  • das größte Gebäude in der Stadt aus dem Jahre 1511: die Kathedrale Sé Catedral
  • Kloster des Franziskus von Assisi, eine im 17. Jh. umgebaute Moschee
  • das Grab des Missionars und Heiligen Francisco de Xavier in der Basilica do Bom Jesus - ein schöneres und verschnörkelteres Beispiel von Renaissancekunst findet man in ganz Goa nicht.
  • den Petersdom - Halt! Nein! es ist die Kirche St Cajetan, die nach dem Vorbild des Petersdoms in Rom erbaut wurde
  • Capela da Nossa Senhora do Monte, erbaut 1519 mit ihrem vergoldeten Altar.
  • Kapelle der Hl. Katharina von Alexandrien - hier finden Sie den typischen Goastil wieder
  • königliche Kapelle des Heiligen Antonius (17.Jh.)

Ponda

In Ponda bekommt der Ausdruck “God’s own country” eine neue Dimension: Man kann es hier nämlich wörtlich nehmen. Hier gibt es neben den Kirchen einige hinduistische und jainistische Tempel.

  • Shantadurga Tempel: der braune Tempel mit Pagode und einem einzigartigen fünfstöckigen achteckigen Turm ist vermutlich der bekannteste der Tempel.
  • Shri Ramnath Tempel: Der Schrein ist hinter einem Silbergitter, das mit floralen und Tierornamenten verziert ist - eine Augenweide!
  • Shri Lakshmi Narasimha Tempel: er gilt als schönster Tempel des Bundesstaates mit seinem heiligen Teich und dem großartigen Torbogen.
  • Sri Manguesh Tempel: einer der größten, reichsten und am meisten besuchte Tempel Goas, mit Kuppeln im Moghul-Stil, barocker Balustrade, einem silbernen Schrein und einer massivgoldenen Gottesstatue.
  • Shri Mahalsa Tempel: dieser Tempel mit ansteigendem Pyramidendach besticht durch seine schönen Holzschnitzereien. Der Innenhof ist mit Karnatakamarmor verkleidet, es gibt  bunt gemalte Bilder mit Vishnus zehn Inkarnationen und eine ungewöhnliche Messinglampen-Säule.

Mahadev Temple, Tambdi Surla

Mitten im Wald finden Sie den ältesten noch existierenden Hindu Tempel Goas. Er stammt ca. aus dem 12. Jh. in der Nähe des kleinen Dorfes Tambdi Surla. Der aus schwarzem Basalt gebaute Mahadeva Tempel ist Shiva gewidmet. Die Eingangshalle wird von 10 Säulen gestützt und von einem Turm (Shikharu) gekrönt.Sie finden hier schönen Steinmetzarbeiten die Brahma, Vishnu, Shiva und Parvati (seine Frau) zeigen.


Gut erhaltene Portugiesenforts in Nordgoa

  • Fort Aguada ist die größte, der oft sehr gut erhaltenen portugiesischen Festungn in Nord-Goa, in der Sie die Vergangenheit regelrecht atmen können. Eine eindrucksvolle Bastion erwartet Sie hier, die auf einer felsigen Landzunge thront. Der Schutzwall wurde aus rotbraunem Laterit erbaut, es gibt eine gigantische Kanone, das größte Gefängnis Goas, den ältesten portugiesischen Leuchtturm der Portugiesen in Asien und die St. Lawrence Kirche.
  • Das Chapora Fort ist ebenfals eine gut erhaltene Bastion aus rotem Laterit. Man hat von hier einen wunderbaren Blick auf den Chapora Fluss
  • Fort Terekol ist heute ein schickes historisches HOtel im Paradorstil. Hier find Sie auch sehr authentische Goaküche. Es ist einfach schön, sich in diesem historischem Gemäuer oberhalb der wilden Küstenlandschaft aufzuhalten.

Pernem

Pernem liegt weit im Norden Goas. Es ist eine lebendige, kleine Stadt, die das administrative Zentrum Nordgoas ist. Der helle Bhagwati Tempel (eine Inkarnation von Parvati, Shivas Frau) ist hier eine Besichtigung wert. Das Tor wird von zwei lebensgroßen Steinelefanten getragen. Nich weit vom Basar finden Sie das Deshprabhu Haus. Dieses palastartige Herrenhaus aus dem 16. Jh. beherbergt u. a. eine Kirche und gehörte einst der Familie Deshprabhu, deren Mitglieder für die Unabhängigkeit Goas kämpften.


Margao

Margao, Goas zweitgrößte Stadt, befindet sich in Südgoa. Sie ist v.a. eine Durchgangsstation für die Strände im Süden und hat einen wichtigen Bahnknotenpunkt. Aber es gibt auch ein paar interessante Dinge in Margao:

  • Der Mercado de Afonso de Albuquerque ist ein fantastischer Markt für fast alles. Babybekleidung, Gewürze, taiwanesisches Spielzeug - sie finden hier so gut wie alles.
  • Das Câmara Municipal ist das rote Stadtverwaltungsgebäude, das ganz im Kolonialstil erbaut wurde.
  • Sat Banzam Gor - eines der großartigsten Häuser Goas mit sieben Giebeln
  • Holy Spirit Church - ein tolles Beispiel barocker Architektur in Indien
  • Rua Abbe de Faria - das koloniale Viertel Magaos

Rachol

Nur 7 km von Margao entfernt finden Sie eine der prestigeträchtigsten Bildungseinrichtungen Goas: das Racholseminar, mit einer Festungsfassade mit Glockentürmen, einer riesigen Eingangshalle mit Wandmalereien und einem Haupthof, der von einer Galerie aus Teakholz umgeben ist. Die angrenzende Kirche des Heiligen Ignatius von Loyola lockt mit einem vergoldeten Altar mit Schnitzereien und Bilder von St. Constantine, der Kirchenchor ist mit exquisiten Fresken versehen und die herrliche Orgel aus dem XVI Jahrhundert ist reich verziert.


Lutolim

10 km entfernt von Margao finden Sie bezaubernde koloniale Palacios.

  • Miranda Haus: eines der ältesten Herrenhäuser des Lander mit gusseisernen Balkonen, Mosaikböden und einer kühlen Innenveranda
  • Salvador Costa Haus: ein elegantes Haus mit pastellfarbener Veranda, Glasfenstern, feinen Mosaikböden, Porzellan, Palisanderkommoden und schwarz-weißen Fotografien der Familie, die hier gelebt hat.

Mapusa

Ein Muss für Shoppingliebhaber. Der bunte Markt am Freitag bietet alles, was was das Herz begehrt: unterschiedliche Gewürze, getrockneter Fisch, Palmen Punsch, lokale Wurst (chorikya), Cashew-Nüsse, Strand- Artikel,  Kunsthandwerk und Souvenirs.

Anjuna

Am bekanntesten ist Ajuna wohl für seine Trance Partys am Strand während der Touristensaison. So haben es die Ajunabeats auch schon in die Popkultur gebracht. Das andere, wofür dieses kleine Städtchen berühmt ist, ist sein Flohmarkt. Jeden Mittwoch wird der in einer Kokosnussplantage abgehalten. Die Warenvielfalt hier ist unglaublich. Die Händler kommen aus ganz Indien und bieten alles von Batiken aus Bali über Silberschmuck, tibetischen Ritualgegenständen, keralischen Schnitzereien, Elektronik bis hin zu Obst an.

Außerdem gibt es hier einen der bekanntesten Nachtklubs Goas: das Paradiso de Goa. Die Tanzfläche ist von Hindu Götterstatuen und Symbolen des tantrischen Tanzes umgeben.

Wenn Sie gerne Party machen, sind Sie hier richtig.


Arambol

Hier in Arambol finden Sie noch einen Hauch Boheme, ein Flair, den viele Küstenorte Goas wieder verloren haben. Es ist einer der schönsten und idyllischsten Strände Nord - Goas und zieht viele alternative Reisende an. Abends gibt es oft klassische indische Konzerte.

Die Natur hat Arambol auch mit einem besonderen Geschenk versehen: einer Süßwasserlagune direkt neben dem Strand. Sehr sehenswert.


Ashwem

Ein weitläufiger Strand nördlich von Morijim. Der Strand ist sehr breit und ist nicht so überlaufen wie manch anderer.


Baga

Nicht weit von Calangute entfernt liegt auf einer felsigen Landzunge Baga. Hier können Sie mitten in wilder Vegetation ein wildes Nachtleben am 8km langen Strand erleben. Tagsüber können Sie verschiedene Wassersportarten betreiben, z. B. Paragliding, Jetski-, Bananenboot- und Speedbootfahren. Sie finden entlang des Strandes und in dem kleinen Ort jede Menge kleine einzigartige Restaurants. Einfach abends am Strand sitzen, den Sonnenuntergang bei einem guten Essen genießen - Baga ist der perfekte Ort dafür.


Benalium

Dieser nur 2 km von Colva entfernte Strand soll von der hinduistischen Gottheit Parashurama erschaffen worden sein. Er ist unglaublich schön. Bislang ist der Strand noch ein Geheimtipp, ein perfekter Badeort für naturverbundene Menschen. Reizvoll sind auch die hier angebotenen Delphinbeobachtungsfahrten.


Bogmalo

Bogmalo Beach ist ein exklusiver und recht teurer Strand. Wenn Sie etwas mehr Luxus und etwas weniger Menschen wollen, sind sie hier richtig.


Calangute

Dies ist der beliebteste Strand von Nord - Goa. Ein Strandresort reiht sich hier ans andere. Es gibt Kunsthandwerksboutiquen und tibetische Verkaufsstände, die Schmuck aus dem Himalaya anbieten. Für historisch interessierte gibt es hier einige außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

  • Casa dos Proenca, mit einer herrlichen turmförmigen Veranda
  • Zollstation
  • St. Alex Kirche

In Calangute gibt es viele überdachte und offene Märkte und generell viel Kunst, Kultur und Kunsthandwerk, aber auch Bars und Nachtleben. Wer einen geselligen Strandurlaub mit kulturellen Einflüssen sucht, ist hier genau richtig.


Candolim

Nicht weit von Calangute entfernt finden Sie diesen touristisch sehr gut erschlossenen Strand. Hier gibt es viele Kashmiri Kunsthandwerksgeschäfte, Einkaufszentren und jede Menge Möglichkeiten für Wassersport. Es werden aber auch Krokodil- und Delfinbeobachtungstouren angeboten.

Außerdem ist der Ort auch einfach hübsch und ein tolles Beispiel für die indo-portugiesische Architektur.

Eines steht jedenfalls fest: Langweilig wird es Ihnen hier sicher nicht.


Colva

Hier ist einer der ältesten und auch schönsten Strände Goas. Colva besitzt den längsten weißen Sandstrand Goas. Es gibt einige schöne Bars, eine berühmte Kirche und ansonsten v. a. eines: Ruhe und Erholung.


Dona Paula

Um Dona Paula rankt sich eine traurige Legende: Die Tochter eines Vizekönigs stürzte sich hier von einer Klippe, da ihr die Erlaubnis verwehrt wurde, einen Fischer aus dem Ort zu heiraten. Heute ist Dona Paula aber v. a. bekannt, weil sich hier das National Institute of Oceanography befindet und ein großes Vogelschutzgebiet. Hier finden Sienoch ein Stück heile Natur. Dona Paula selber ist touristisch gut erschlossen. Der Strand bietet viele Sportmöglichkeiten.


Majorda

Ein wunderschöner Strand in der Nähe von Colva. Auf der einen Seite Strand und Meer, auf der anderen Seite sieht man schon die Berge.


Mandarem

Ein toller abgelegener Strand mit wenig Besuchern. Er liegt in der Nähe von Morijim. Wer einen nahezu privaten Strandurlaub machen möchte, ist hier richtig.


Miramar

Dort, wo der Mandovifluss in den Arabischen Golf mündet findet sich einer der beliebtesten Strände Goas: der Miramar Beach. Trotz der vielen Menschen, die tagtäglich hier Erholung suchen, ist es ein eher ruhiger Strand mit goldenem Sand, exotischen Palmen und einem malerischen Sonnenuntergang.


Mobor

Ein weiterer wunderschöner Strand in der Nähe von Colva. Auf der einen Seite Strand und Meer, auf der anderen Seite sieht man schon die Berge.


Morijim

Morijim liegt am nördlichen Ufer des Chapora Flusses. Hier lebt eine große Vielfalt an Vögeln und die  Olive-Bastardschildkröte legt hier am Strand ihre Eier ab. Eine Attraktion für Touristen.

 


Palolem

Der Strand liegt an einer wunderschönen Bucht mit Insel. Bekannt ist dieser Strand als Filmkulisse der Anfangsszene der „Bourne Verschwörung“. In der Bucht kann man oft spielende Delfine beobachten.


Sinquerim

Sinquerim Beach ist v. a. für seine Schönheit bekannt. Sie können hier aber auch unterschiedlichste Wassersportarten trainieren. Die Hotels an diesem Strand sind in der Regel etwas luxuriöser.


Siridao

Hier kann man einfach nur eins sein mit der Natur. Am Strand finden sich viele Muscheln, kaum ein Tourist verirrt sich hierher. Ein wunderschönes Stück Natur in Goa.


Vainguinim

Ein noch nicht überlaufener Strand mit tollen Gelegenheiten für Wassersport.

Bondla Schutzgebiet

52 km östlich von Panjim liegt das Bondla Wildlife Sanctuary. Allein die Landschaft ist hier atemberaubend: von Dschungel bedeckte Berge. Es ist mit 8 km² ziemlich klein, aber absolut sehenswert.  Es bietet einen kleinen Zoo, eine Gartenanlage, botanische Gärten, einem Safaripark und Ökotourismus - Hütten. Im Zoo können Sie Panther, Löwen, Gaur - Herden, verschieden Wildarten, Lippenbären, Krokodile, Reptilien und vieles mehr sehen. Im Safaripark fahren Sie mit einem Jeep durch Herden von Pferde- und Axishirschen. In dem Schutzgebiet gibt es über 100 Vogelarten, die die Herzen aller Vogelliebhaber schneller schlagen lassen. Es gibt zudem die Möglichkeit, auf Elefanten zu reiten.

Bhagwan Mahaveer Sanctuary and Mollem National Park

Auf 240 km² erstreckt sich dieses Schutzgebiet in den Western Ghats.  In diesem Schutzgebiet finden sich noch ursprüngliche tropische feuchte Laubwälder mit einer einzigartigen Vegetation. Es gibt viele Pflanzen, die nur hier endemisch beheimatet sind. Tiere gibt es hier ebenfalls in Hülle und Fülle: schwarzer Panther, Muntjakhirsche, Bengaltiger, Leoparden, Indischer Hutaffe, Languren, Zibetkatze, Flughörnchen, Gaur, Königsriesenhörnchen, etc. In dieser berauschenden Landschaft befinden sich die berühmten Dudhsagar Wasserfälle.

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Madha Pradesh -  das Herz von Indien

Ort:  Zentralindien
Urlaubsart: Kultur | Safari | Spirituell
Saison: September - März
Temperatur:   min. 11,3 im Dezember - max. 38,1 °C im Mai
   

Der Name “Madhya Pradesh” bedeutet so viel wie Zentralprovinz. Und das ist nichts als die Wahrheit. Madya Pradesh ist der geografische Mittelpunkt Indiens. Dank des nach dem Ganges und dem Yamuna drittheiligsten Flusses Indiens - dem Narmada - finden sich in Madhya Pradesh viele Pilgerstätten. Die Dörfer und Städte entlang des Flusses bewahren sich auch heute noch ihre religiöse Tradition in vielen Festivals.

Neben der Flusslandschaft, die zum Wandern einladen, gibt es die schroffere Landschaft des Pachmarhi. Überall hört man hier Wasser fließen, findet Wasserfälle, romantische Schluchten und viele archäologische Schätze. Die beeindruckende Tierwelt Madhya Pradeshs können Sie in den verschiedenen Nationalparks bewundern.

Khajuraho - eines der spektakulärsten Ziele in Madhya Pradesh
Khajuraho - eines der spektakulärsten Ziele in Madhya Pradesh
Khajuraho - Kamasutrabilder
Khajuraho - Kamasutrabilder
Khajuraho - bessere Steinmetzarbeiten aus dieser Zeit sind kaum zu finden
Khajuraho - bessere Steinmetzarbeiten aus dieser Zeit sind kaum zu finden
Khajuraho - überall gibt es etwas zu entdecken
Khajuraho - überall gibt es etwas zu entdecken
Khajuraho Nahaufnahme
Khajuraho Nahaufnahme
Tempelbezirk Khajuraho
Tempelbezirk Khajuraho
Kandariya Shree Mahadeva Tempel  in Khajuraho
Kandariya Shree Mahadeva Tempel in Khajuraho
Tempel in Khajuraho
Tempel in Khajuraho
Im inneren eines Tempels von Khajuraho
Im inneren eines Tempels von Khajuraho
Hirsche im Panna Nationalpark
Hirsche im Panna Nationalpark
Pfau im Panna Nationalpark
Pfau im Panna Nationalpark
Einer der vielen fantastischen Vögel im Panna Nationalpark
Einer der vielen fantastischen Vögel im Panna Nationalpark
Safari im Panna Nationalpark
Safari im Panna Nationalpark

 

Im Nordwesten grenzt Madhra Pradesh an Rajasthan, im Nordosten an Uttar Pradesh, im Osten an Chhattisgarh, im Süden am Maharashtra und im Westen an Gujarat.

Eine Karte finden Sie hier.

In Madya Pradesh herrscht suptropisches Klima. Wie fast überall in Nordiniden ist der Sommer heiß und trocken.  Juli bis September kommt der Monsun. Der Osten des Landes bekommt dabei deutlich mehr Regen ab als der Westen. Darauf folgt ein kühler, vergleichsweise trockener Winter.  

Die Tagestemperaturen liegen im Winter normalerweise zwischen 15 °C - 20 °C.  Es sind aber auch Temperaturen von über 25 °C möglich. Nachts kann es allerdings auch auf 0 °C abkühlen.

April bis Juni liegen die Temperaturen sehr oft über 30 °C.

Madhya Pradesh steht für gelebte Kultur. Die kommt insbesondere in den vielen Festivals zum Ausdruck, von denen einige nichts mit Religion zu tun haben, sondern einfach nur die Kunst und die Kultur gefeiert wird.  Es gibt in praktisch allen Städten und Städtchens Madhya Pradeshs lokale, kulturelle Festivals. Machen Sie sich vor ihrer Reise kundig, ob gerade eines zu ihrer Reisezeit stattfindet. In aller Regel lohnen sich diese lokalen Festivals sehr, um richtig in die Kultur des Landes einzutauchen. Wir haben hier ein paar Beispiele herausgepickt:

Festival of Dance in Khajuraho (1. - 7. Februar): Hier versammeln sich die besten Tänzer aller indischen Tanzstile und geben ihre Kunst zum Besten - mitten im Tempelkomplex von Khajuraho.

Jhansi Festival (naja - wie oben erwähnt eigentlich in Uttar Pradesh, aber geografisch doch irgendwie eher von Madhya Pradesh aus erreichbar 28. Februar) Ein lokales kulturelles Fest mit Musik-, Kunst- und Tanzprogramm. Wenn man in der Gegend ist, ein lohnender Ausflug.

Tansen Music Festival in Gwalior (Dezember): Bei diesem viertägigen Festival zollen Künstler wie Zuschauer dem großen indischen Musiker Tansen Samaroh Tribut. Es findet in der Nähe seines Grabmals statt. Die besten Künstler aus ganz Indien spielen hier zu seiner Ehre.

Neben den einzelnen rein kulturellen Festivals gibt es natürlich noch die traditionell religiösen. Hier eine Auswahl:

Mahashivratri Mela in Pachmarhi (Februar / März): Hier wird die Hochzeit von Shiva und Parvati gefeiert. Die Pilger besuchen den Mahadeo Tempel und feiern das Ereignis mit großem Pomp und Enthusiasmus.Tausende ziehen zum Chauragarh Hügel in der Nähe.

Chethiyagiri Vihara Festival in Sanchi (November): ein buddhistisches Festival um Relikte aus den ältesten erhaltenen Stupas der Welt. Hunderte von buddhistischen Mönchen und Pilgern nehmen teil.

Dusshera in Jagdalapur (Oktober): Dusshera hat in Indien ja eigentlich nur den Zeitpunkt gemein. In Jagdalapur wird im Speziellen die Göttin Danteshwari verehrt, zu deren Ehren eine riesige Prozession stattfindet, bei der ihr Bildnis durch die Stadt getragen wird. Es ist der Höhepunkt des Bastar Dussehra Festivals, das bereits 75 Tage zuvor eingeläutet wird. Die bunte Prozession ist ein wahrer Touristenmagnet geworden.

Navratri Festival in Ujjain (September / Oktober): Dieses neuntägige Fest endet am Dusserahtag in Ujjain. Die Tempel, allen voran der Harsiddhi Mandir, sind geschmückt und ganz Ujjain feiert.

Kumbh Mela in Ujjain (alle 12 Jahre - April bis Mai 2016)

Dies ist eines der bekanntesten hinduistischen Festivals überhaupt und das weltweit größte. Es ist tiefreligiös, besondere Waschungen finden statt, neue Mönche werden geweiht, es finden religiöse Podien statt. Aber es ist auch politischer Natur und wird von Menschen genutzt, um zu protestieren.

Gwalior

Gwalior, heute eine Stadt mit 1 Mio Einwohner, hatte dank seiner strategisch wichtigen Position seit vedischen Zeiten eine wichtige Rolle in der indischen Geschichte. Zeichen der Geschichte finden sich in vielen archäologischen Fundstätten. Der beeindruckendste Zeitzeuge hier ist das Gwalior Fort.

Es wird auch “Gibraltar von Indien” genannt, da es auf einem riesigen Einzelfelsen des Vindhyangebirges erbaut wurde. Baubeginn war im 8. Jh. und es dauerte bis in das 14. Jh., bis es in heutiger Form fertig gestellt war. Beeindruckend ist allein schon die Größe: 104m hoch, 2,4 km lang und 910 m breit. Beeindruckende Mauern umschließen wunderschöne Paläste und Tempel. Das höchste Gebäude, der Teli ka Mandir, ist 25 m hochder wahrscheinlich bereits im 8. Jh. zu Ehren Shivas erbaut wurde. Am bekanntesten ist der Man Singh Palast, ein zweistöckiges Gebäude in schönster Rajput - Architektur. Die Fassade ist mit leuchtend blauen, gelben und grünen Mosaiken verziert, die florale Muster, aber auch unterschiedliche Tiere abbilden.

Ein lohnendes Ziel in Gwalior ist der Jai Vilas Mahal aus dem 19. Jh. Heute noch leben in einem Teil der 400 Zimmer Nachkommen des Maharadschas von Gwalior. 40 Zimmer dienen dem Jiwaji Rao Scindia Museum als Heimat, in dem sich die vielleicht größten Kronleuchter aus belgischem Glas befinden.

Es gibt noch viele weitere schöne Ziele in Gwalior. Der Zoo ist einer der schönsten Indiens mit einem weißten Tiger. Oder der Sonnentempel, der eine genaue Replik des Karnaktempels ist und viele Pilger anzieht. Es gibt einige berühmte Grabmale, wie z. B. das von Rani Lakshmibai, einer bekannten Freiheitskämpferin gegen die Briten aus dem 19. Jh.

Jhansi

Jhansi liegt gar nicht in Madhya Pradesh, sondern in Uttar Pradesh. Allerdings ist Jhansi von beiden Seiten von Madhya Pradesh umgeben und liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Gwalior und Orchha. Deshalb sind wir so frei und schlagen die Stadt reisetechnisch Madhya Pradesh zu. Die 500 000 Einwohnerstadt ist zumindest einen Zwischenstopp auf dem Weg wert. Das schillernde Fort ist einen Besuch wert und mit etwas Glück sehen Sie Adler über ihren Köpfen kreisen.

Die Geschichte Jhansis ist sehr spannend, denn hier war das Zentrum des indischen Aufstandes gegen die Kolonialherren 1857.

Orchha

Orchha ist eine Kleinstadt mit nur 10 000 Einwohnern. Aber eine Kleinstadt mit Geschichte und vielen prächtigen Tempeln und Palästen. Hier kann man noch wunderbar die mittelalterliche islamische Architektur bewundern, z. B. am Jehangir Mahal. Dieser quadratische Sandsteinpalast mit 132 Zimmern ist reich mit Mosaiken und Kuppeln verziert. Der Ram Raja Tempel, besser bekannt als Orchha Tempel zieht jedes Jahr 650 000 Touristen und Pilger in diese kleine Stadt. Bildschön ist auch der Vishnutempel Chaturbhuj Mandir.

Khajuraho

Auch Khajuraho ist eine Kleinstadt mit nur 20 000 Einwohnern. Klein aber oho - Sie finden hier eines der wunderbarsten UNESCO-Welterben. Und das auch noch auf verschiedenen Ebenen. Der Tempelbezirk von Kharujo ist ein Meisterwerk der Steinmetzkunst aus dem 10. - 12 Jh. Abgebildet sind erotische Szenen aus dem Kamasutra. Dadurch wurde diese kleine Stadt eines der beliebtesten Touristenziele in Indien überhaupt.

Im Tempelbezirk sind noch ca. 20 Tempel von urspünglich über 80 gut erhalten. Am größten ist der Kandariya Mahadeva Tempel, der Shiva geweiht war. Er ragt über 30 m in die Höhe und ist über und über mit mehr als 1000 erotischen Skulpturen geschmückt. Allein für diesen Anblick lohnt ein Ausflug nach Khajuraho. Aber auch die anderen Tempel stehen dem Kandariya Mahadeva Tempel in nichts nach außer der Größe. Besonders interessant ist noch der Lakshmana Tempel mit seinen Schlacht- und Jagdszenen. Parsvanath und Adinath sind die schönsten Tempel der Jain Tempel Gruppe.

Wenn Sie dann genug von erotischen Szenen haben, besuchen Sie noch den Chaturbhuja Tempel aus der südlichen Gruppe. Es ist der einzige Tempel ohne erotische Skulpturen.

In Khajuraho findet sich außerdem noch ein kleines, aber feines Museum, das Adivart Tribal and Folk Art Museum.

Außerdem gibt es die wunderbare Yogi Sharma Ashram Lodge, in der man Hatha Yoga Kurse belegen kann. Yoga in Khajuraho ist etwas ganz besonderes.

Bhopal

Madhya Pradeshs Hauptstadt liegt mit seinen 1,8 Mio. Einwohnern auf dem Vindhya-Plateau. Bhopal ist eine echte Hauptstadt - ein Zentrum für Industrie, Kultur, Wissenschaft und Verkehr.

Bhopal liegt an zwei großen, künstlich angelegten Seen, dem Upper- und dem Lower Lake.

Es gibt viele Moscheen und Tempel aus allen Zeitaltern Indiens. Der Einfachheit halber kommt hier eine Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten:

Taj-ul-Masjid: Masajid bedeutet  Moschee. Die rosa Taj-ul-Masjid aus dem 19. Jh. wirkt mit ihren zwei Minaretten mit den weißen Kuppeldächern schon fast verspielt aus der Ferne, wären da nicht die mächtigen Festungsmauern rundherum. Es ist die größte Moschee Indiens und zieht Gläubige wie Touristen gleichermaßen an.

  • Jama Masjid: Diese Moschee, erbaut 1837, steht mitten auf dem Basar. Mit ihren kürzeren Minaretten wirkt sie gedrungener als die anderen.

  • Moti Masjid Masjid: eine kleinere Moschee in Bhopal, aber sehenswert. Sie stammt auch aus dem 19. Jh. und wurde der Jama Masjid in Delhi nachempfunden mit dunkelroten Minaretten und goldenen Kuppeln.

  • Lakshmi Narayan Tempel: Hier ist nicht nur das Gebäude ein Hingucker gelb und prächtig, zu betreten durch einen wunderschönen Torbogen. Er steht auf einen Hügel und man hat von dort die wahrscheinlich beste Aussicht auf die Altstadt. Dem Tempel angegliedert ist das Birla Museum, das Skulpturen aus dem 12. Jh. zeigt.

  • Bharat Bhavan: an den Ufern des Upper Lakes gelegen befindet sich dieses Kulturzentrum. Darin finden sich eine Kunstgalerie, Räume für Kunstworkshops, ein offenes Amphitheater, ein Studiotheater, ein Auditorium, ein Museum für Volkskunst und eine Bibliothek.

  • Rashtriya Manav Sangrahalaya: ein anthropologisches Museum über die Entwicklung der Menschheit.

  • Van Vihar National Park: Der Name Nationalpark ist hier etwas irreführend. Es ist ein moderner Zoo im Herzen der Stadt. Hier werden Tiger, Löwen und Bären so natürlich wie nur möglich gehalten. Es gibt aber auch die freien Einwohner des Parks, deren Bewegungsfreiheit lediglich von der Außenmauer begrenzt werden.

  • Upper und Lower Lake:  Der Upper Lake ist 6 km² groß und durch eine Brücke vom Lower Lake getrennt. Unsere Empfehlung: Leihen Sie sich nachts ein Boot und lassen Sie das schillernde Bhopal auf sich wirken.

Bhimbetka Höhlen

Bur 45km von Bhopal entfernt können Sie Menschheitsgeschichte erleben wie nirgends sonst. Die 9000 Jahre alten prähistorischen Malereien in über 200 Höhlen wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Hier wurden auch die ältesten Steinmauern und Fußböden der Welt entdeckt. Für jeden archäologisch interessierten, sind die Bhimbetka Höhlen ein Muss.

Sanchi

Hier befinden Sie sich auf heiligen Boden der Buddhisten. Die ältesten intakten Stupas der Welt befinden sich hier. Sie stammen aus dem 3. Jh. vor Christus. Die Tempel daneben und das Kloster sind ab dem 7. Jh. nach Christus gebaut worden. Insgesamt kann man hier 1500 Jahre buddhistische Baukunst sehen. Die gesamte archäologische Stätte ist von der UNESCO 1989 zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Weitere Sehenswürdigkeiten rund um Sanchi sind die Udaigiri Höhlentempel aus dem 7. Jh., die Säule des Heliodoros, die ca. 100 n. Chr. gestiftet wurde und die Tempelruinen in Gyaraspur.

Pachmarhi

Das Bergdorf Pachmarhi liegt idyllisch inmitten von Schluchten und Wasserfällen. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Es gibt in der Landschaft unglaublich viel zu entdecken, z. B. die Bee Fälle oder der über 100 m hohe Rajat Prapat Wasserfall, viele Höhlen, einige davon mit Felsmalereien, andere in den Fels gehauen. In der Bison Lodge erfahren Sie alles rund um die Natur hier um Pachmarhi.

Ujjain

Diese 515 000 Einwohnerstadt ist v. a. dafür bekannt, dass hier alle 12 Jahre die größte religiöse Versammlung Indiens stattfindet: Kumbh Mela. Weiteres zu dem Fest finden Sie unter “Kultur”.

Sehenswürdigkeiten sind hier der Mahakaleshwar Mandir, einer der 12 heiligsten Shiva Tempel Indiens (Jyotirlingas), der Gopal Mandir und das Jantar Observatorium mit seiner Sonnenuhr.

Indore

Etwas größer als die Hauptstadt Bhopal ist Indore eines der wichtigsten Zentren in Madhya Pradesh. Die Stadt ist das größte Wirtschaftszentrum der Region. V. a. Autoindustrie ist in der Nähe ansässig.

Indore hat aber auch ein reiches kulturelles Erbe.  Besuchen Sie z. B. den Lal Bagh Palast, dessen Baustil eine eigenwillige Mischung aus Renaissance, Palladio, Barock und Rokoko in sich vereint. Das Central Museum beherbergt eine der größten Sammlungen mittelalterlicher und vormittelalterlicher Steinskulpturen. Sehenswert ist auch der Manik Bagh Palast aus den 30ern. Art Deco und Bauhaus wurden hier in einem Gebäude vereint.

Mandu/Mandogarh

Mandu hat den wohl schönsten Städtenamen. Er bedeutet so viel wie “Stadt der Freude”. Man kann hier noch viel vom mittelalterlichen Indien sehen und die Romantik, die hier gelebt wurde. Die Stadt war einst so schön, dass sich Shah Mahal hier Anregungen für den Bau des Taj Mahal holte.

Sehenswert in der Stadt sind die alten Stadttore, die Darwazas. Davon gibt es 12 an der Zahl und die meisten sind noch in Benutzung. Zwischen zwei künstlichen Seen liegt Jahaz Mahal. Es wird auch “Ship Palace” genannt, das es aufgrund seiner Bauweise so aussieht, als ob es auf dem Wasser schwimmen würde. Es diente früher als Harem für Sultan Ghiyas-u-din-Khilji.

Das aus dem 15. Jh. stammende Hindola Mahal, ein Teil des Palastkomplexes von Mandu ist ebenfalls einen Besuch wert. Er wird auch “swing palace” genannt, da seine Seitenwände schief gebaut wurden. Schauen Sie sich auf dem ganzen Platz um -  Sie finden hier einige interessante alte Gebäude.

Das Mausoleum von Hoshang Shah ist ein Beispiel afghanischer Baukunst in Indien. Auch syrische Architektur hat hier ihre Spuren hinterlassen: die Jami Masjid ist eine große Moschee, die stark von der großen Moschee in Damaskus beeinflusst wurde.

Rewa Kund ist ein ein Wasserreservoir, eine bauliche Meisterleistung aus dem Mittelalter, das Wasser für den Roopmati Pavillion bereitstellt. Dieser wiederum war urspünglich ein militärischer Stützpunkt. Rani Roopmati, die Geliebte Baaz Bahadurs, soll hier gelebt haben und sehnsuchtsvoll in Richtung Palast gesehen haben. Baz Bahadurs Palast aus dem 16. Jh. liegt etwas unterhalb.

Jabalpur

Jablapur ist eine moderne lebendige Stadt. Erst 2006 wurde eine 22m hohe Shiva Statue aufgestellt. Aber auch altes findet sich hier, wie der aus dem 18. Jh. stammende Hanumantal-Bada-Jain-Tempel-Komplex.

In der Nähe von Jabalpur befinden sich die Marmorfelsen (Mable Rocks) am Narmada. Weiße, rosa und braune Felsen, die auch nachts noch leuchten. Die Felsen ziehen sich etwa 3 km am Fluss entlang. Diesen Anblick werden Sie ihr Leben lang nicht vergessen.

Pench Tiger Reserve and National Park

An der Grenze zu Maharashtra liegt dieser tropisch bewaldeten Nationalpark. Hier finden Sie neben Tigern Axishirsch, Nilgaiantilope, Schakale, Leoparden, Faultiere, Hyänen, Gaur und viele Vogelarten.

Kanha Nationalpark

Dieser Park ist einer der bekanntesten Nationalparks Indiens, v. a. aufgrund der guten Tigerpopulation. Hier leben außerdem gefährdete Hirscharten, Leoparden, Hyänen, Faultiere und Pythons. Mehr als 70 Baumarten wurden hier gezählt und Vogelliebhaber können mehr als 200 Vogelarten entdecken. Dieser Park ist ein wahres Paradies.

Bandhavgarh Nationalpark

Gelegen in den Vindhya Bergen besteht der Nationalpark teils aus Laubwald, teils aus Graslandschaft und bietet Tigern, Panthern, Bären, Faultieren, Leoparden, Axishirsch, Sambar, Nilgauantilopen, Wildschwein, Gazellen, Faultier, Makaken, Hanuman Langur, Rohrkatze, Hyäne, Stachelschwein, Schakale, Füchse und Wildhunden einen natürlichen Lebensraum.

Spannend in diesem Park ist, dass es auch historische bzw. archäologische Fundorte gibt, wie eine 200 Jahre alte Festung und eine Vishnustatue aus dem 10. Jh.

Panna Nationalpark

Nur 32 km von Khajuraho entfertnt, am Ufer des Flusses Ken liegt dieser Nationalpark zentral in Madhya Pradesh. Tiefe Schluchten, hohe Wasserfälle und Eichenwälder zeichnen ihn aus. In diesem Park finden sie Tiger, Leoparden, Wölfe, Hyänen, Faultiere, Nilgauantilopen, Sambara, Axishirsche, Wildschweine und Krokodile.

Satpura Nationalpark

Hier finden Sie ganz typisches indisches Hochland im Satpuragebirge. Viele große Säuger wie Tiger, Wildschweine, Gaurs verschiedene Hirsche, Rhesusaffen leben hier genauso, wie Krokodile.

Van Vihar Nationalpark

siehe Bhopal

Maharaja Express Luxuszug Nordindien 8 Tage

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Ayurveda, Strände, Kultur, Natur - Indien von seiner schönsten Seite

Ort:  Südindien, Arabisches Meer 
 Urlaubsart: Kultur | Ayurveda | Aktive | Strand | Safari
 Saison: Ganzjährig
 Temperatur:  22°C - 34°C 
 Luftfeuchtigkeit:    27% - 61% in der Regenzeit

 

Mit seinen palmengesäumten Backwaters, den einsamen Stränden, den dich bewaldeten Bergen, den tropischen Wäldern, spektatkulären Wasserfällen, Wildschutzgebieten und Gewürzplantagen ist Kerala eines der buntesten Länder Indiens. An der Südspitze Indiens gelegen stößt es direkt an das Arabische Meer im Westen, in das sich nicht weniger als 44 Flüsse ergießen.

In Kerala wird die koloniale Vergangenheit besonders sichtbar. Viele der Baudenkmäler sind Kirchen oder Häuser/Paläste niederländischer oder portugiesischer Herkunft.

Keralas Küste war seit Alters her gut besucht. Schon die Römer, Phönizier, später die Araber und Chinesen nutzten Keralas Küste als Umschlagplatz für Gewürze aus Ost Indonesien, Elfenbein und chinesische Produkte.  Keralas Küste ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort

Vielleicht ist auch das ein Grund, warum das höchste Gut des Landes eine Wissenschaft ist: Ayurveda. In keinem anderen indischen Staat gibt es so viel Know How zu diesem Thema.

Ayurveda in Kerala - selbst erpobt von unserer Geschäftsführerin Yana Fetova
Ayurveda in Kerala - selbst erpobt von unserer Geschäftsführerin Yana Fetova
Kreuzfahrt in den Backwaters
Kreuzfahrt in den Backwaters
Kreuzfahrtschiff in den Backwaters, Kerala, Indien
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Punnathur Kotta Elephant Sanctuary
Punnathur Kotta Elephant Sanctuary
chinesische Fischernetze in Kochi
chinesische Fischernetze in Kochi
Paddeln auf dem Karamana Fluss
Paddeln auf dem Karamana Fluss
Teeplantage in den West Ghats, Kerala, Indien
Teeplantage in den West Ghats, Kerala, Indien
Schlangenbootrennen
Schlangenbootrennen
Traumstrand in Kerala
Traumstrand in Kerala
Terryam Darsteller
Terryam Darsteller
Festival
Festival
Yana Fetova in den Backwaters
Yana Fetova in den Backwaters
Backwaters, Kerala, Indien
Backwaters, Kerala, Indien

 

 

Hier finden Sie eine Karte von Kerala.

An der Südspitze Indiens gelegen stößt es direkt an das Arabische Meer im Westen. Im Osten türmen sich die Western Ghats auf 2700m Höhe auf.

Kerala ist der Bundesstaat Indiens, der dem Äquator am nächsten ist. Dennoch ist er nicht der heißeste Staat, sondern hat ein relativ ausgeglichenes Klima dank seiner Lage am Meer und die Abschirmung der Western Ghats im Osten, vor denen die Wolken nieder gehen und Kerala so in ein feuchtes Land verwandeln mit reichlich Niederschlag (im Schnitt 3000 mm pro Jahr.

Die Temperaturen liegen tagsüber im allgemeinen zwischen 28 °C und 32 °C in den Ebenen. Im Hochland herrschen nur noch ca. 20 °C. Das Hochland von Kerala ist das ganze Jahr über klimatisch sehr angenehm.

Das Klima kann in 4 Jahreszeiten unterteilt werden: Winter, Sommer, Süd-West Monsun und Nord - Ost Monsun. Die beste Reisezeit für Kerala ist Dezember bis Mai. Aber auch von Juni bis November lässt es sich in diesem Bundesstaat gut asuhalten.

Die Festivals und das Brauchtum Keralas unterscheidet sich aufgrund seiner geschützten Lage etwas von dem Rest Indiens. Hier hat sich z.B. die berühmte Kunstform Kathakali entwickelt. Das ist ein sehr ausdrucksstarkes Tanzdrama mit rituellem bzw. religiösem Hintergrund. Nirgends sonst in Indien wird diese Kunst so perfekt beherrscht wie hier.

Etwas weiter nördlich in Kerala findet sich die Kunst des Theyyam, ein hinduistisches Ritualtheater. Ein Besuch einer solchen Vorstellung lohnt sich. Der Darsteller des Gottes muss sich 14 Tage durch enthaltsames Leben auf die Aufführung vorbereiten. Am Tag der Aufführung wird der Schrein geschmückt. Während der Aufführung wird der Darsteller symbolisch durch Erweiterung seines Kostümes zum Gott und erzählt in der “Ich” Form Geschichten über sich - den Gott.

In Kerala haben sich viele allgemeine Bräuche und Traditionen bewahrt. So ist hier nach wie vor der Glaube verbreitet, dass das erste, was ein Mensch zum Vishukkani während des Vishu (ein Hindu Festival im April) sieht, über den Wohlstand des nächsten Jahres bestimmt.

Weitere Festivals in Kerala:

Onam (August - September): Hier wird die Heimkehr des legendären Königs Mahabali gefeiert. Aufwendige Blumenbilder bestimmen das Bild, besonderes Essen wird aufgetischt (Ambrosial Onasadya), es findet ein Schlangenbootrennen statt und der exotische Kaikottikali - Tanz wird aufgeführt. Wir sind so begeistert davon, dass wir eine Reise zu dem Festival anbieten:  Kerala zum Onam Festival

Thrissur Puram (April - Mai): Menschen aus allen Teilen des Landes und auch von außerhalb kommen zu dem Fest zu dem Vadakumnathan-Tempel in Thrissur, dem wahrscheinlich buntesten hinduistischen Tempelfest des Landes. Es gibt eine herrliche Prozession mit Elefanten, ein Feuerwerk, Mus

Thiruvananthapuram - früher Trivandum

An der Malavarküste gelegen ist es die südlichste Stadt Keralas, nur 30 km zur Grenze von Tamil Nadu entfernt. Gleichzeitig ist es die Hauptstadt von Kerala. 

  • Napier Museum, 1880 erbaut, beherbergt wertvolle Sammlungen archäologischer und historischer Artefakte. Bronzegötter, historische Ornamente, einen Tempelwagen, Elfenbeinschnitzereien, Musikinstrumenten und weitere religiöse Gegenstände

  • Thiruvananthapuram Zoo, der älteste Zoo Indiens

  • Connemara Markt

  • Der CVN Kalari - das Zentru der indische Kampfkunst Kalaripayattu

  • eine Ayurvedaklinik, in der Studenten für alle Welt ausgebildet werden

  • Padmanabhapuram Palast aus Teak und Granit in der schönsten  Keralaarchitektur

Kozhikode, früher Calicut

Vom alten Calicut ist in der weit im Norden Keralas gelegenen Handelsstadt nicht mehr viel zu sehen. Die religiöse Vielfalt, die die Geschichte Keralas mit sich gebracht hat, spiegelt sich hier überall wider. Es gibt zahlreiche Tempel, Moscheen und Kirchen. Hervorzuheben ist der Thali  Siva Tempel, dessen Wurzeln im 14. Jahrhundert liegen.

Ein paar Kilometer außerhalb kommen Sie nach Baypore. Dies war in früheren Zeiten ein bedeutender Fischereihafen.

Kappad, in dem Vasco Da Gama seine Füße das erste mal auf indischen Boden setzte, ist auch nicht weit. Dort ragt ein 800 Jahre alter Felsentempel aus dem Meer.

Außerdem warten hier die Backwaters auf Sie. Die Backwaters sind ein fast die ganze Küste umfassendes Wasserstraßennetz mit einem einzigartigen Ökosystem.

Kochi, früher Cochin

Im 14. Jahrhundert zerstörte eine Flutkatastrophe die antike Stadt Muziri und schuf das Hafenbecken von Kochi. Ab diesem Zeitpunkt wuchs der Gewürzhandel mit dem Nahen Osten und China immer weiter an und machte Kochi zu einer florierenden Handelsstadt. Man sieht heute noch den Einfluss der Niederländer, Portugiesen und Engländer im Stadtbild.

Sehenswürdigkeiten:

Fort Kochi

Fort Kochi ist eine Halbinsel. Besonders berühmt ist Fort Kochi für die malerischen chinesischen Fischernetzte, die schon im 13. Jh. mit chinesischen Kaufleuten eingeführt wurden.

Außerdem finden sich hier das Grab von Vasco da Gama, dessen Gebeine aber im 16. Jh. nach Lissabon überführt wurden.  

Die ältest Kirche auf indsichen Boden, die St Francis Church findet sich ebenfalls im Fort Kochi.

Die große Basilika Santa Cruz befindet sich ebenfalls hier.

Mattancherry

Ein wirklich geschichtsträchtiges Viertel. Im 16. Jh wurde hier die jüdische Synagoge gebaut, die heute noch zu bewundern ist.

Ebenfalls m 16. Jh. wurde hier der Mattancherry Palast von den Portugiesen erbaut als Geschenk für den Raja von Cochin.

Die Niederländer renovierten und erweiterten den Bau im 17. Jh., was den Namen “Dutch Palace” eriklärt.

Bolghatty Island

Ebenfalls ein “Dutch Palace”, was leicht zur Verwechlung mit dem Mattancherry Palast führen kann. Der Bolghatty Palast wiurde im 18. Jh. von den Niederländern erbaut.

Vypeen Island

Hier wird es portugiesischer. Die Festung Palliport, von den Portugiesen erbaut, thront über der Insel.

Elefantenaufzuchtsstation in Kodanad

Ca. 45 km außerhalb liegt die größte Elefantenaufnahme Station Südindiens. Ein absolut sehenswerter Ort.

Kannur

Von Theyyam haben wir weiter oben schon berichtet. Wenn sie es einmal life erleben wollen, dann sind sie von Oktober bis Mai hier an der richtigen Stelle.

Außerdem finden sich hier große Monumente und Denkmäler wie das St. Angelo Fort, das im 16. Jh. von den Portugiesen erbaut wurde oder der Sri Muthappan Tempel - ein berühmter Tempel in Parassinikadavu (ca. 16 km außerhalb)

Backwaters

Die Backwaters ziehen sich auf einer Fläche von 1900 km² vom Süden in Kochi bis hoch in Keralas Norden nach Kochi. Ein Besuch Keralas ohne einen Auflug in die Backwaters ist einfach unvollständig. Von fast allen Städten aus können Sie eine Kreuzfahrt durch die Backwaters machen. Seit Jahrhunderten dienen die Backwaters als Verkehrsweg unter den Menschen Keralas.

Es gibt heute sehr viele Dörfer und Städtchen in den Backwaters. Deshalb ist das Ökosystem sehr von Menschen geprägt, was leider auch einiges an Verschmutzung mit sich bringt. Da die Backwaters aber touristisch immer mehr erschlossen werden, ist Kerala gezwungen, sich viel besser um die Natur und Unversehrtheit der Backwaters zu kümmern.

Kollam

Diese Hafenstadt am Arabischen Meer ist ebenso mit den Backwaters verbunden wie mit dem Meer. Die verwinkelte Altstadt ist sehr charmant. Hier ist auch ein guter Ausgangspunkt für Kreuzfahrten in die Backwaters.

Besonders ist in Kollam auch die Kunst. Christliche Ikonenmaler trafen auf hinuistische Künstler. Das Ergebnis können sie im Velamkianni-Schrein besuchen. 

Thiruvallam

Die Stadt entstand rund um den 2000-jährigen Sri Dhanurmadhyambigai Sametha Sri Vilavanadeeswarar Tempel.

Ein Ort für sportliche Abenteurer: Hier fließt der Karamana Fluss, der sich wunderbar zum Kanu-, Kajakfahren oder Angeln eignet.

Kumarakom

Eingebettet zwischen üppigen Reisfeldern, Hochebenen und großen Kautschuk-Plantagen liegt der wohl schönste Landstrich Keralas. Elathur, der Canoli Kanal und der Kallai Fluss sind beliebte Orte, um mit dem Boot die Backwaters zu erkunden.

Besonders wird der Ort aber durch da Vogelschutzgebiet, das auch viele Zugvögel beheimatet.

Kottayam

Zwischen Allepey und den Western Ghats liegt Kottayam, begrenzt durch die Flüsse Meenachil und Kodoor und den Vembanad-See.

Das Stadtbild prägen Tempel, Moscheen und Kirchen gleichermaßen.

Thirunakkara Mahadeva Tempel aus dem 16. Jh. - ein ganz typischer keralischer Shivatempel, innen reich bemalt mit Bildern aus der Göttergeschichte. Bekannt ist er v. a. durch das jährliche Tempelfestival, dessen Aaraattu Zeremonie viele Schaulustige anzieht.

Rund um Kottayam gibt es noch weitere Shiva geweihte Tempel: Ettumanoor Mahadeva, Kaduthuruthy Mahadeva, Vaikom Mahadeva und Thiruvayamkudy Mahadeva.

Thazhathangady Juma Masjid - eine der ältesten Moscheen Indiens, wahrscheinlich aus dem 10. Jh. Die Innenwände sind vollständig mit sehenswerten Holzschnitzereien verkleidet.

St. Mary’s Valia Palli - 1550 als erste Kirche hier erbaut durch syrisch-orthodoxe Knanaya-Christen aus Westasien.

St. Mary’s Cheria Palli ist die kleinere der beiden Kirchen. Errichtet wurde sie 1579 durch Malankara orthodox-syrische Christen.

Beide Kirchen sind Tempeln sehr ähnlich. Allerdings stellen die Wandmalereien christliche Themen dar.

Lurdes Forane Church, Good Shepherd Church, Vimalagiri Cathedral und Christhuraja Cathedral sind weitere Kirchen in Kottayam. Die St. Mary's Church in Athirampuzha (ca. 10 km entfernt) soll bereits im 4, Jh. erbaut worden sein.

Thrissur 

Thrissur kennt in Kerala einfach jeder, denn dort findet das oben bereits beschriebene Thrissur - Puram. Nicht nur deswegen gilt Thrissur als Kulturhauptstadt Keralas. Hier sitzt das angesehene Natanakairali Center, das die traditionellen darstellenden Künste Keralas erforscht und weitergibt, zudem gibt es in Thissur noch weitere Ausbildungsstätten für indische Kunst, Musik und Literatur.

Sehenswert hier ist der Vadakkunathan-Tempel, der dem Gott Shiva geweiht ist. Mit 3,6 Hektar Grundfläche ist das einer der größten hinduistischen Tempelkomplexe Keralas. Leider ist Nicht-Hindus der Zutritt untersagt. Aber auch von Außen ist der Tempel mit seinem traditionellem keralesischem Baustil eine Augenweide.

Guruvayur

Nur 32 km entfernt von Thrissur befindet sich Gurvayur, eines der beliebtesten Pilgerzentren des Landes. Der Guruvayur Tempel aus dem 16. Jh ist Krishna geweiht und bekannt für seine heilenden Kräfte.

Ganz in der Nähe befindet sich das Punnathurkotta Elephant Sanctuary, in dem sich um die dem Tempel geschenkten Elefanten gekümmert wird.

Munnar

Munnar liegt auf über 1500 m Höhe und ist der wohl bekannteste Ferienort Keralas im höchsten Teeanbaugebiet der Welt. Allein die Fahrt nach Munnar ist einmalig schön. Man sieht Tee-, Kaffee-, und Kardamonplantagen, im Hintergrund erhebt sich der höchste Berg Indiens, der Anamudi (2695 m). Sie können hier eine Teefabrik besuchen, das Tata Tea Museum. Das Chinnar Wildlife Sanctuary mit einigen der seltensten Tiere Keralas ist ebenfalls nicht weit. 

Trekking hier in Kerala ist etwas ganz besonderes. In Nebel gehüllte Bergdörfer - aber immer noch mit sehr angenehmen Temperaturen, exotische wilde Orchideen, sehr gut ausgewiesene Wanderwege, weitläufige Teeplantagen, Dschungel, spektakuläre Wasserfälle, Bilderbuchstädtchen wie Munnar - Trekking im Paradies.

Meenmutty Fälle - eine sehr kurze (2km), aber durchaus interessante Dschungelwanderung führt zu dem 300 m hohen Meenmutty Fällen.

Chethalayam Fälle - 12 km von Sulthan Batheri finden sich die etwas unbekannteren Chethalayam Fälle. Hierhin führt eine etwas längere Wanderung. Während des Monsuns schwellen sie an, in der Dürreperiode sind sie nur noch ein Rinnsal.

Soochipara Fälle oder auch Sentinal Rock Fälle - ein wunderschöner dreistufiger Wasserfall, in dessen Becken man auch schwimmen kann. Auch für ungeübte Wanderer und Trekkingeinsteiger gut zu meistern.

Vagamon ist ein kleines Bergdorf und wurde von National Geographic als einer der 50 schönsten Orte Indiens gewählt. Rund um das Dorf kann man viel Trekkingtouren unternehmen.

Kottancherry und Ranipuram sind ebenfalls ideale Trekkinggebiete durch ihre Monsunwälder und das wundervolle saftige Grünland ringsum.

Kerala ist das Mutterland der Ayurveda in Indien. Hier gibt es viele renommierte Ausbildungsstätten für Ayurvedaärzte, viele der notwendigen Heilkräuter wachsen hier. Ayurveda ist in der Traditon dieses Landes tief verwurzelt, in jedem einzelnen Menschen. Deshalb ist eine Ayurvedakur in einem der Ayurveda Resorts wie z.B. auf der Isola di Cocco mitten in den Backwaters oder im Coconut Lagoon Resort etwas ganz Besonderes. Nirgends auf der Welt finden sich so viele excellent ausgebildete Ayurvedafachleute wie hier.

Um in die tiefen der Ayurveda einzusteigen, lesen Sie bitte den Text unterhalb unserer Ayurvedahotels.

Insgesamt 14 Wildschutzgebiete und Nationalparks gibt es in Kerala. Dank der üppigen Vegetation, sei es im Dschungel oder auf den dicht bewaldeten Bergen, gibt es in Kerala eine Vielzahl an seltenen Tieren. Die schönsten Naturschutzgebiete sind unserer Meinung nach die folgenden drei:

Periyar - Schutzgebiet und Nationalpark

Das Schutzgebiet erstreckt sich über 777 km², wovon 350 km² Nationalpark sind. Das Gebiet liegt mitten im Bergland der West Ghats und ist von einem halbimmergrünen Regenwald bedeckt. Es ist einer der letzten Rückzugsorte für den Bengaltiger, von denen ca. 35 - 40 den Park bevölkern. Aber auch andere bedrohte Arten wie Elefanten, Gaur, Sambars, gelegentlich sogar indische Leoparden und noch einige mehr durchstreifen das Gebiet. Bekannt ist der Park auch für die aufälligen, 1,50 m großen Doppelhornvögel. 

Eravikulam Nationalpark

Ebenfalls in den West Ghats, aber weiter nördlicher in der Nähe von Munnar, befindet sich der Eravikulam Nationalpark. Er ist besonders berühmt für eine Blume, die Neelakurinji Blume, die einmal in 12 Jahren blüht. Außerdem gibt es hier die größte frei lebende Population der vom aussterben bedrohten Wildziege Nilgiri Tahr und zahlreiche andere vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Leoparden oder rote Wölfe und viele mehr.

Silent Valley Nationalpark

Ebenfalls im Süden Keralas gelegen bildet der Silent Valley Nationalpark im Süden Indiens einen Teil des Nilgriri-Biosphärenreservates und grenzt fast überall an andere Nationalparks.

Nilgiri-Tahr, Nilgiri-Langur und Bartaffe, die endemisch nur in Kerala zu finden sind, haben hier ihre Heimat. Aber auch Elefanten und über 500 Schmetterlingsarten finden sich hier.

Kovalam (16 km vom Internationalen Flughafen Trivandrum)

Die drei benachbarte halbmondförmigen Strände von Kovalam bieten eine Vielzahl von Aktivitäten wie Schnorcheln, Katamaran fahren, Radfahren am Strand oder einfach entspannt den Sonnenuntergang betrachten.

Shankhumugham (8 km vom Internationalen Flughafen Trivandrum)

Am Shankhumugham-Strand können Sie Ihre Zeit im Freizeit-Club oder einem Restaurant verbringen. Von oben betrachtet ist er geformt ist wie ein Seestern. Zusätzlich gibt es einige Picknickplätze. Unsere Empfehlung für einen perfekten Picknickausflug ist  Akkulam und Veli Tourist Village.

Poovar Beach  (30 km vom Internationalen Flughafen Trivandrum)

Poovar ist ein kleines Küstendorf, das sich fast an der Südspitze des Bundesstaates Kerala zwischen den Backwaters und dem Meer befindet.

Nattika Beach (60 km vom Internationalen Flughafen Cochi)

Der Nattika Strand ist ein Geheimtipp. Malerisch mit Palmen gesäumt und unberührt vom Massentourismus erstreckt sich der schier endlos lange goldene Sandstrand.  

Cherai Beach (23 km vom Internationalen Flughafen Kochi)

Ebenfalls fernab vom Massentourismus liegt Cherai. Dort können sie Delfine beobachten und am traditionellen indischem Dorfleben teilhaben. Die benachbarte Insel Vypeen ist bedeckt von Kokoshainen und Reisfeldern - idyllischer geht es nicht mehr.

Samudra Beach (20 km vom Internationalen Flughafen Trivandrum)

Gleich neben der Hauptstadt Keralas liegt dieser bei Touristen sehr beliebte Strand. Er ist leicht zu erreichen und viele ursprüngliche Fischerdörfer versprühen typisch indischen Charme. Zudem finden sich hier sehr gute Ayurveda Resorts.

 

Ayurvedareisen nach Kerala:

Nattika Beach Ayurveda Resort ****

Isola Di Cocco Beach Resort ****

Coconut Lagoon Resort (CGH) ****

Coconut Bay Beach Resort ****

Festivalreise: Kerala zum Onam Festival Rundreise 12 Tage

Kontaktieren Sie uns einfach, wenn sie an einer Reise nach Kerala interessiert sind:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! |  +49 931 122 55 |  +49 1766 1422334

 

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Typisch Indien - hier kommt unser Bild von Indien her

Ort:    Westindien, Wüste Thar
Urlaubsart:    Kultur | Spirituell | Safari | Erlebnis
Saison:    September - März
Temperatur:  18°C - 41°C 
Luftfeuchtigkeit: 27% - 61% in der Regenzeit

 

 

 

 

 

 

Rajasthan ist unvergleichlich - prächtige Burgen, Schlösser und Havelis (Kaufmannshäuser der Fernkaufleute) prägen das Bild genauso wie die schönsten Nationalparks, die buntesten Festivals, lebendige Basare, lachende, freundliche Menschen und nicht zu vergessen: die Wüste. So unglaublich das in Verbindung mit “Wüste” klingt, aber Rajasthan ist ein Paradies für Reisende.

Hauptstadt von Rajasthan ist Jaipur, das in keiner Reise fehlen sollte. Aber man lernt den größten Staat Indiens (fast so groß wie Deutschland:  342.239 m² mit über 68 Mio Einwohnern) am allerbesten bei einer Rundreise kennen. Am besten mit viel Zeit, denn alle diese Orte verdienen einen ausführlichen Besuch: Jaisalmer, die goldene Wüstenstadt -  Jodphur, mit seinen vielen Palästen und Festungen - Bikaner allein schon für das wunderschöne Hotel im Lallgarh-Palast - die Wüste Thar - der Ranthambore Nationalpark, Heimat für den indischen Tiger - ...

An dieser Stelle könnte man endlos weiterschreiben. Überall in Rajasthan sehen Sie die Epoche der Maharajas, das, was hier in Europa als “typisch indisch” gilt, kommt großen Teils von hier. 

Palast in Bikaner, Rajasthan, Indien
Palast in Bikaner, Rajasthan, Indien
Einheimsche in Jaisalmer, Rajasthan, Indien
Einheimsche in Jaisalmer, Rajasthan, Indien
Fatehpur Sikri Fort, Rajasthan, Indien
Fatehpur Sikri Fort, Rajasthan, Indien
Gesichter in Rajasthan
Gesichter in Rajasthan
Schönheit in Rajasthan
Schönheit in Rajasthan
Ein Kamelritt in der Wüste Thar - ein besonderes Erlebnis
Ein Kamelritt in der Wüste Thar - ein besonderes Erlebnis
Die Wüste Thar in Rajasthan
Die Wüste Thar in Rajasthan
Menschen in Tracht, Rajasthan
Menschen in Tracht, Rajasthan
tradtionelle Gewänder in Rajasthan
tradtionelle Gewänder in Rajasthan
Turban
Turban
indischer Tiger
indischer Tiger
Udaipur
Udaipur
Hier finden Sie eine Karte von Rajasthan.
 
 

Rajasthan besteht zu einem guten Teil aus Wüste, insofern überrascht es kaum, dass das Klima recht trocken ist. Die Durschnittstemperaturen im März/April liegen zwischen 30 °C und 40 °C.

Der Monsun beginnt Mitte Juni und dauert bis September.

Die Wintersaison beginnt im November, mit immer noch 30 °C tagsüber, Dezember und Januar sind mit etwas über 20 °C die angenehmsten Reisemonate. Der März erreicht schon wieder regelmäßig die 30 °C.

Je nach Reiseziel in Rajasthan kann es nachts bis zu 0 °C abkühlen in den kältesten Monaten Dezember und Januar, aber es ist nicht die Regel.

Religion

Geschichte, antike Denkmäler, all das gibt es zu Hauf und allein dafür lohnt die Reise. Was eine Reise nach Rajasthan aber erst wirklich authentisch macht ist das Erleben der dortigen Kultur und alter und neuerer Traditionen. Einzigartig in Rajasthan sind die abendlichen Aufführungen der Bhopas (die so in etwa mit Wanderpredigern vergleichbar wären, aber ein echtes europäisches Pendant gibt es nicht), die vor einem religiösen Gemälde (Phad) ihre traditionellen, volksreligiösen Gesänge aufführen. Das Phad wird in Rajasthan als tragbarer Tempel angesehen und mit entsprechender Ehrfurcht tragen es die Bhopas mit sich, wenn sie von einem Dorf zum andern ziehen.

Malerei

Spannend ist es auch, die unterschiedlichen Malschulen der verschiedenen alten Fürstentümer zu vergleichen. In Mewar bildete sich im 15. und 16. Jh allmählich die Rajputmalerei heraus, nachdem viele Künstler aus Kishangarh hierher fanden, weil der damalige Herrscher Kishangarhs, Aurangzeb, sehr kunstfeindlich war. Zentrum war Udaipur. Besonders bekannt sind die Frauenportraits aus Kishangarh.

Die Bundimalerei, archaischer als die Rajputmalerei, volkstümlicher und etwas bunter, hatte ihre Blütezeit vom 16. - 19. Jh. Der Bundischule sehr ähnlich war die Malerei der Kota, die vom 17.Jh - 19.Jh ihre Blütezeit hatte. Beliebte Szenen waren Prozessionen und Jagddarstellungen.

Festivals

Hier versteht man es zu feiern. Volkstänze, Musik, reiche Kultur, Traditionen - und jede Menge Spaß.

Desert Festival in Jaislmer (Februar): Ein bisschen ist es schon für Touristen gemacht, aber man sieht hier die Inder voller Stolz und Spaß ihre Kultur präsentieren: Kamelrennen, Turbanwettbinden, der Wettkampf um den längsten Schnurrbart - dieses Festival ist ein Kaleidoskop Rajasthans.

Gangauer Festival in ganz Rajasthan (März/April): v. a. ein Festival für Frauen und um den Frühling willkommen zu heißen. Es dauert volle 18 Tage. Tonstatuenvon von Isar (=Shiva) und Gangaur (=Parvati) werden durch Frauen angefertigt, geschmückt und in einer prachtvollen Prozession durch die Stadt getragen. In Udaipur werden am Ende die Bildnisse mit einem besonderen Boot in den Pichola See entlassen. Nach der religiösen Feier findet man hier alles, was die Traditionen Rajasthan zum Feiern hergeben: Gesang, Tänze etc. Der krönende Abschluss sind Feuertänze und Feuerwerk.

Das bekannteste und am meisten besuchte Gangauer Festival steigt in Jaipur: Es läuft ähnlich wie in Udaipur ab. Typisch für das Ganagauer Festival in Jaipurist das “Ghewar”, ein süßer Nachtisch aus fritiertem Teig mit Zuckersirup, der untereinander verschenkt wird.

Rani Sati Mela in Dzhundzhunu (Nord Shekhawati) (August): Benannt ist dieses Fest nach Rani Sati, die vor einigen 100 Jahren lebte und durch ihren Sati (Witwenverbrennung) bekannt wurde. Einige Tempel im Land sind ihr gewidmet. Es ranken sich viele Legenden um ihr Leben, ihr Todesdatum schwankt vom 13. Jh bis zum 16. Jh. Es ist v.a. ein religiöser Feiertag, der viel Pilger anzieht.

Camel Fair in Pushkar (November): Hier werden nicht nur Kamele verkauft. 300 000 Menschen und 50 000 Tiere kommen hier zusammen und es gibt die größte Sause Indiens. Es gibt gefährliche Wettkämpfe wie den “Cage of Death”, bei dem Autos und Motorräder auf engstem Raum versuchen, sich nicht platt zu fahren. Es gibt harmlose Wettkämpfe wie den um den längsten Schnurrbart. Und es gibt das Klischee von Indien schlechthin: Technicolor-Paraden mit Schlangenbeschwörern, Tänzern, Magiern und Musikern. 

 

Ajmer

Ajmer wird auch das Mekka Indiens genannt. Inmitten kahler Hügel liegt in einer grünen Oase der Dargah Schrein, das bedeutenste Heiligtum für Muslime in Indien. Der Sufi Heilige Khwaja Muinud-din Chishti, der den ersten Sufi-Orden Indiens gründete, ist hier begraben.

Pilger aus aller Welt kommen jeden Tag hierher, da ein Besuch an Chishtis Grab Wünsche erfüllen soll. Um zu dem Schrein zu gelangen, muss der Reisende durch einen Basar, wo man Opfergaben für das Grab kaufen kann. Danach geht man durch ein riesiges, uraltes Tor aus dem 12. Jh. Hier im ersten Hof steht die Akbari Moschee aus rotem Sandstein, eine Dankesgabe vom Mogulkaiser Akbar.

Durch ein etwas jüngeres Tor schreitet man in den nächsten Hof. Hier kommt eine besondere Attraktion: zwei massive, riesige Kessel. Der größere hat ein Fassungsvermögen von über 2500 l, der kleinere kann immer noch etwas über 1000 l fassen. Der ein Kessel ist eine Dankgabe vom Mogulkaiser Akbar zum Dank für die Erfüllung seines Wunsches nach einem Sohn, der andere Kessel stammt von dessen Sohn Jahangir. In diesen Kesseln wird Essen für 5000 arme Menschen gekocht anlässlich des Totengedenktages dieses Heiligen.

Im zweiten Innenhof steht auch eine weitere Moschee aus weißem Marmor, ein wunderschönes Gebäude. Sie war eine Dankesgabe on Schah Jahan. Auch das Grab des Heiligen befindet sich hier.

Alwar

Einen Rekord hat Alwar inne. Hier wurde die höchste Temperatur Indiens gemessen: 50,6 °C. Entsprechend trocken ist hier die Vegetation, die nur zur Monsunzeit zur Blüte kommt. Gegründet wurde der Rajputen-Staat 1771 durch Pratab Singh, der später den Titel Rao Raja erhielt. 1803 bis 1947 zogen die Briten ein und es wurde britisches Protektorat. 1949 schloss sich Alwar Indien an und ging im Bundesstaat Rajasthan auf.

Viele Kriege haben um die alte Stadt Alwar, dem Tor zu Rajasthan stattgefunden. Nicht nur deshalb kommen Archäologen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Wichtige Sehenswürdigkeiten in Alwar und Umgebung:

  • Fort Alwar (Bala Quila)
  • Grab des Fateh Jang
  • Purjan Vihar Garten aus dem 19. Jh.
  • Steinstelen des Königs Ashoka, der Indien den Buddhismus brachte im Bairat (Viratnagar).
  • Sariska Tiger Reservat, insbesondere der darin gelegenen Sariska Palast (ca. 42 km entfernt), der früher den Maharajas als Jagdsitz diente. Heute ist es ein Hotel.

Barmer

Hier finden sie indisches Landidyll. Bei einer Fahrt durch den Distrikt sehen sie dir typischen indischen Lehmhäuser, die traditionell mit feinen folkloristischen Motiven verschönert werden. Berühmt sind hier v.a. die drei Jain Tempel.

Das bunteste Treiben findet man in diesem sonst eher beschaulichen Landstrich im März bei der Tilwara Fair, einem Viehmarkt. Traditionell gibt es neben dem Viehhandel allerhand an kulturellen Darbietungen aus der Gegend.

Banswara

Den Namen verdankt die Stadt den vielen “Bans” - Bambuswäldern - in der Umgebung. Es ist ein klassisches Beispiel für eine alte Rajputenstadt, was sich deutlich in der Architektur widerspiegelt. Wunderbar zu sehen ist das im Shri Mandir - bekannt als “Stadtpalast”. Er wurde im 16. Jh. auf einer Anhöhe über der Stadt erbaut. Der Anand Sagar See - ein künsticher See im Osten Banswara und der 3km außerhalb liegende Dailab See sind große Attraktionen der Stadt. Die angrenzenden Gärten laden zum Verweilen ein.

Andheswar Parshwanathji ist ein Jain Tempel. Sein größter Schatz sind seltene  Shillelagh (Kapfstöcke) aus dem 10. Jh.

Arthuna und Umgebung ist eine Ruinenstätte. Dort finden sich Hindu und Jain Tempel. Die ältesten stammen aus dem 11. Jh, die jüngsten aus dem 15. Jh. Die kunstvollen Figuren und Reliefs sind ein Muss für jeden Kunstliebhaber.

Die Madareshwar Tempel sind berühmt für den Höhlentempel für Shiva.

Es gibt viel zu entdecken rund um Banswara:  Abdullah Pir (ein Pilgerort für Muslime), Parheada (Shiva Tempel), Bhim kund (eine Höhle mit eiskaltem Wasser), Talwara (Tempelanlage) ,Tripura Sundari Tempel, uvm.

Bharatpur

Als Vogelliebhabe wird Ihnen der Besuch des Keoladeo Ghana Nationalpark lange in Erinnerung bleiben. Weiter Informationen zu dem Park finden sie weiter unten unter “Naturschutzgebiete”.

Nicht nur Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten: Fühlen Sie Geschichte hautnah im Bharatpur-Palast. Die herrschaftlichen Gemächer sind prächtig ausgestattet. Man möchte den aufwendig mit Fliesen gestalteten Boden gar nicht betreten. Man kann die Anwesenheit der Mogule und Rajputen richtig spüren.

Die Lohagarh-Festung aus dem 18. Jh.  behrbergt gleich drei Palästen: Kothi Khas, Kishori Mahal and Mahal Khas. Zwei imposanten Türmen(Jawahar Burj und Fateh Burj) und massiven Befestigungen vervollständigen das Bild des Forts.

 In Bharatpur befinden sich außerdem noch herrlichen Gärten, die einen Besuch wert sind  und auch der Deeg Palast  aus dem 18. Jh, der bis in die 1970er bewohnt wurde, verdient einen Abstecher.

 Bikaner

Sie wollen ein Reitkamel kaufen? Oder einfach nur mal bei einem Kamelrennen zusehen? Dann sind sie hier richtig! Hier werden die besten Reitkamele der Welt gezüchtet. Bei einer Stadt mitten in Sanddünen nicht verwunderlich.

Die Sehenswürdigkeiten in Kürze:

  • Junagarh Fort: ein prächtiges Fort mit drei Palästen aus rotem Sandstein. Ein absolutes Muss bei einem Besuch diese Stadt.
  • Jain Temple Bhandasar: einzigartige Reliefs, leuchtend bemalt und aus dem 15. Jh.
  • National Research Centre on Camels
  • Ganga Golden Jubilee Museum - das wohl beste Museum Rajasthans in Sachen Kunst und Kunstgeschichte
  • Shiv Bari - ein Shiva Tempel aus dem 19. Jh.
  • uvm.

Bundi

Früher Hauptstadt des Fürstentums Bundi, ist es vergleichsweise wenig erforscht. trotz der großen Schlachten, die hier geschlagen wurden und ihre Spuren hinterließen..  

Auf den bewaldeten Hügeln rund um die Stadt wurde eine der beeindruckendsten Festungen Rajasthans erbaut: die die Taragarh Festung aus dem 14. Jh. Das besondere an dieser Festung: Sie hat ein riesiges Wasserreservoir zur Versorgung des Palastes.

In der Stadt geht es dann weiter mit der Sorge um die Wasserversorgung: Innerhalb ihrer Mauern finden sich mehrere Stauseen, die direkt aus dem Stein gehauen wurden.

Chittaurgargh

Hier finden sie alle Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck. Allerdings auf einem sehr sehr großen Fleck. Planen Sie viel Zeit ein, um alles, was die 11 km lange Festungsmauer umfasst, anzusehen. Allein die Mauer ist schon einen Besuch wert: 9 riesige Tore aus hinduistischer Zeit, die später mit islamischer Kunst versehen wurden.

Es gibt Tempel aus dem 8., 9., 14. und 15. Jh. zu bewundern.  Dazu mehrere Paläste und Türme.

Dungarpur

Dungarpur wird auch “Stadt der Hügel” genannt. Besonders sehenswert sind die Ruinen der historische Altstadt, die von einer nach wie vor intakten Stadtmauer umgeben sind.

Der Udai Bilas Palace, der Mahardscha Palast aus dem 19. Jh. wurde zu einem Hotel umgebaut.

Die Ruinen des alten Maharadscha Palastes aus dem 14. Jh. sind auch einen Besuch wert, genauso wie die Havelis (Paläste der Fernkaufleute).

Jaipur

Die rosafarbene Stadt. Rosa ist in Indien assoziiert mit Gastfreundschaft. Und genau so ist Rajasthans Hauptstadt auch: gastfreundlich.  Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick: 

  • Pink City: Das ist im Grunde ganz Jaipur. Die Stadtmauern und die Häuser sind rosa angemalt - sehr beeindruckend aus der Ferne.

  • Amber Fort liegt etwas außerhalb und ist nicht nur für seine beeindruckende Größe und Pracht bekannt, sondern auch für die Elefanten, die einen auf den Berg bringen.

  • Der Stadtpalast: einfach ein wunderschöner Palast, den man für relativ wenig Geld besichtigen kann.

  • Hawa Mahal - der Palast der Winde, selbstverständlich in Rosa. Ein echtes Wahrzeichen der Stadt - aber kein Gebäude, sondern nur eine beeindruckende Fassade.

  • Das größte Kino Indiens - Raj Mandir Cinema. Selbst wenn man kein Wort versteht - hier gibt es die tollste, kitschigste Bollywood Atmosphäre. Ein Besuch lohnt absolut.

  • Nahargarh Fort - von hier aus haben Sie den allerbesten Blick auf die Stadt.

Jaisalmer

Anders als Jaipur wirkt diese Stadt eingetaucht in goldenes Licht. Das Fort ist ein Muss: Es ist eine vollständige kleine Stadt mit Palästen Tempeln und Wohnhäusern.

In der Stadt selber befinden sich einige Havelis -  die palastartigen Häuser der meist muslimischen Fernkaufleute. Viele davon kann man besichtigen.

Es gibt einen Friedhof an der Ramgarh Road. Einmal müssen Sie von dort aus bei Sonnenuntergang auf das Fort geschaut haben - ein unvergesslicher Anblick.

Was in einer Wüstenstadt natürlich nicht fehlen darf: Kamele. Von hier aus können Sie Kamelsafaris in die Wüste unternehmen.

Jhalawar

Jhalawar ist reich an Natur und Geschichte. Der Garh Palast beherbergt ein staatliches Museum mit vielen ausgesuchten Gemälden, seltenen Manuskripten und Götterstatuen.

Das Gagron Fort geht bis zum 8. Jh. zurück und gibt tiefen Einblick in die hiesige Geschichte.

In der Nähe befindet sich Jhalawar, wo sich eine beeindruckende Ruinenstadt mit vielen historischen Tempeln befindet.

Jodhpur

Diese ständig wachsende Stadt ist die zweitgrößte Rajasthans und eines der beliebtesten Reiseziele Indiens. Jodhpur wird auch die “blaue Stadt” genannt.

  • Mehrangarh Fort hoch über der Stadt bietet einen wunderbaren Ausblick. Hier findet sich eine wichtige Sammlung von Insignien indischer Herrschaftshäuser.

  • Jaswant Thada, das Grabmal des Maharadschas von Jodhpur liegt etwas außerhalb. Ganz aus weißem Marmor ist es ein sehr typisches Beispiel für die hiesige Architektur.

  • Umaid Bhawan Palace ist in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach einer Dürre erbaut worden. Heute beherbergt er ein Luxushotel.

  • Besuchen Sie die lokalen Märkte und schauen sie sich die hiesige Handwerkskunst an. Giridkot und Sardar sind gute Anlaufstellen.

Kota

Kota ist bekannt für seine berühmte Rajput Malschule. Das Maharao Madho Singh Museum beherbergt eine wundervolle Sammlung von entsprechenden Miniaturmalereien der Kota Schule, Skulpturen und Fresken.

Die Chambal Gärten sind ein beliebter Picknickplatz. Hier finden sich Krokodile, Flamingos, aber auch schöne und geschützte Badestellen.

Das Fort beherbergt gleich zwei Museen: das Government Museum und das Rao Madho Singh Museum.

In der Umgebung von Kota finden sich auch einige interessante Ausflugsziele. Ca. 40 km entfernt liegt einer der ältesten Tempelkomplexe Indiens in der Nähe von Baroli.

Nur mit dem Jeep ist ein anderer wunderbarer Tempelkomplex in Ramgarh zu besuchen - ca. 60 km außerhalb von Kota.

In der Nähe von Jhaira Patan, ebenfalls ca. 60km entfernt, liegen die Ruinen eines alten Surya oder Sonnentempels.

Kumbhalgarhs

Hier findet sich das gewaltige Kumbhalgarh Fort, die Residenz von Udai Singh. Es erstreckt sich über 13 Gipfel des Aravalli Gebirgszuges. Es ist die zweitgrößte Festungsanlage Rajasthans. Planen Sie nicht unbedingt ein, die Festung zu umrunden. Die Mauer ist 36km lang. Innerhalb der Mauern befinden sich neben den militärischen Anlagen 360 Tempel, Wohnhäuser und ein Fürstenpalast.

Mount Abu

Mount Abu ist eine stark touristisch orientierte Kleinstadt im Arvalligebirge auch ca. 1000m Höhe. V. a. indische Flitterwöchner zieht es hierher. Es gibt kaum einen Ort für romantischere Sonnenuntergänge als hier im Gebirge.

Es gibt zwei wunderschöne Jain Tempel hier, den Gaumukh und den Dewara Jain Tempel, die aus dem 11. bzw. 13. Jh. stammen.

Beliebtester Ausflugsort in der Umgebung ist aber wohl der Nakki See, 1200 m über dem Meeresspiegel.

Nagaur

Nagaurs Geschichte geht bis in das 4. Jh v. Chr. zurück. Später wurde die Stadt zum Ausgangspunkt der muslimischen Invasion aus Zentralasien. Diese Mischung aus Hinduismus, Jainisum und Islam spiegelt sich bis heute im Stadtbild wider. Besuchen sie das Moti Mahal, Badal Mahal und Baradari.

Pushkar

Pushkar ist eine kleine Stadt im Vorland der Wüste Thar. Sehenswert ist hier der Pushkar See, dem ein mythologischer Ursprung nachgesagt wird. Deshalb finden sich hier viele Tempel und alljährlich pilgern viele Inder hierher, um sich reinzuwaschen und für ihre Familien zu beten.

Am bekanntesten ist diese Kleinstadt aber für ihre Camel Fair, die weiter oben bereits aufgeführt wurde.

Ranakpur

Der Ort selber ist recht klein, aber dennoch wichtig. Hier befindet sich die größte und schönste Tempelanlage der Jainas. Sie stammt aus dem 15. Jahrhunder.  Nach wie vor ist dieser Ort ein wichtiges Pilgerziel.

Shekhawati

In und um Shekhawati finden sich die prächtigsten alten und neueren Havelis. Weitläufig erstrecken Sie sich in den Ortschaften. Sie sind mit ungewöhnlichen Wandbildern ausgeschmückt, die neueren zeigen Autos, Dampfzüge, Flugzeuge, Telefone und alles, was damals neueste Technologie war. Darin unterscheiden sich die Havelis in Shekhawati von allen anderen in Indien.

Mandawa

Auch dieser Ort war Teil der Seidenstraße. Noch heute können die wundervollen alten Havelis hier bewundert werden. Auch der Khetri Mahal (Palast der Winde) ist einen Besuch wert.

Udaipur

Stadt der Märchenschlösser, Seen und atemberaubender Tempel! Hier finden Sie die romantische Seite von Rajasthan. Mehrere Seen laden zum Verweilen ein. Der bekannteste unter ihnen ist der Picholasee in der Innenstadt mit dem darauf schwimmenden Lake Palace Hotel mitten im See.

Saheliyon Ki Bari, der Garten der Jungfern, grenzt direkt an den Fateh See. Angelegt wurde der Garten im 18. Jh. für die königlichen Damen. Das besondere sind die vielen aus England importierten Wasserspiele.

Der City Palace, ehemalige Residenz des Maharana, ist heute ein Museum mit einem wunderbaren Garten.

Der Lake Palace bildet eine eigene Insel mitten im See. Er ist eine ehemalige Sommerresidenz aus dem 18. Jh., heute ein Luxushotel der Taj-Gruppe. Bekannt ist er als Filmkulisse, insbesondere aus James Bond.

Auch der Jag Mandir Palast, ein Lustschloss aus dem 16. Jh., heute ein Restaurant, liegt auf einer Insel.

Über der Stadt thront der Monsun Palast aus dem 19. Jh. Von dort hat man einen atemberaubenden Ausblick bis hin zur alten Hauptstadt Chittorgarh.

 

Gajner Wildlife Sanctuary

32 km von Bikaner liegt dieses ehemalige Jagdgebiet der Maharadschas. Heute ist es ein Paradies für Nilgauantilopen, indische Gazellen, Hirschziegenantilopen, Fenneks und Wildschweine.

Kumbhalgarh Wildlife Sanctuary

65km von Udaipur entfernt liegt dieses atemberaubende Tierschutzgebiet. Es gibt Panther, Faultiere, Wildschweine, Vierhornantilopen, Krokodile, Flamingos, Löffler und Reiher. Es finden sich sogar Wölfe und Lippenbären. Über allen thront das Kumbhalgarh Fort.

Ranthambhor National Park

Das ist der wohl schönste Naturschutzpark des Landes. Er erstreckt sich über Arvali und Vindhyan und ist eines der letzten natürlichen Refugien für den indischen Tiger. Außerdem finden sich dort Sambar, Axishirsch, Nilgauantilope, Languren, Wildschweine, Pfauen, Krokodile, Hirsche, Leoparden, Hyänen, Schakale, Dschungel-Katze, Faultiere, etc.

Keoladeo Ghana National Park

Dieser Park in Bharatpur, ca. 55 km von Agra entfernt, ist eines der größten Vogelschutzgebiete der Welt. Ein idealer Lebensraum für über 400 Wasservogelarten. Besonders interessant ist es hier zwischen November und Februar, wenn die Zugvögel im Park überwintern.

 
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