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Uttaranchal - Land der Gastfreundschaft

Ort: Nordindien
Urlaubsart: Natur | Aktiv | Spiritualität
Saison: Januar - Mai & Oktober - November

In den Ortschaften und auf den Wegen begegnet man hingegen freundlichen Blicken und lächelnden Gesichtern und kann als Reisender die ausgeprägte Gastfreundschaft der Menschen genießen. Wir erbauen auch Ihre Brücke in die faszinierende Stadt Rishikesh, in der sich historische und moderne Tempel an das Ufer des Ganges schmiegen, wir ermöglichen auf Wunsch den Kontakt zu hinduistischen Yogis die Sie unterweisen und zu traditionellen Yogaschulen und zusammen laufen wir mit den Schäfern der Bharal-Schafherden  über die satt grünen oder frühlingsbunt erblühten, alpinen Weiden. Erleben Sie verantwortungsbewussten und nachhaltigen Tourismus in Kooperation mit den Dorfgemeinschaften des Himalaya, die alpine Flora und Fauna in ihrer Vielfalt und die bunte Ehrerbietung der Hindus an ihre Götter.

Karte von Uttaranchal

Uttarakhand ist ein indisches Bundesland im gebirgigen Norden der Republik, das in die Verwaltungsdivisionen Garhwal und Kumaon aufgeteilt ist. Umrahmt von den Bundesländern Himachal Pradesh und Uttar Pradesh sowie den Nachbarländern Tibet und Nepal öffnen sich dem Besucher hier wunderschöne, weiß gipfelnde Bergregionen der Himalajas und einige der heiligsten Orte der Hindus.

In Uttarakhand herrscht im Sommer etwa ab Juni der Monsun und sorgt für sehr viel Niederschlag, so dass man die Monate von Juni bis September als Reisezeitfenster meiden sollte. Für Trekking und Aufstiege in große Höhen ist auch die kalte Jahreszeit nicht optimal, grundsätzlich kann man über den Winter aber durchaus auf einer Reise Uttarakhand entdecken und die Schönheit der unberührten Landschaft bewundern. Absolut ideal und für alle Reisevorhaben sehr gut geeignet ist der Frühling, von Ende Januar bis Mai kann man dem Erwachen der Natur beiwohnen, der Landbevölkerung in den Niederungen bei der Aussaat zusehen und alle Trekkingsstrecken nutzen. Die Monate Oktober und November sind für Reisen durchaus ebenfalls empfehlenswert, der Monsun hat das Land verlassen und hinterlässt üppiges Grün.

Die Bevölkerung Uttarakhands ist im Vergleich mit manch anderem Landstrich im Himalaja ethnisch recht einheitlich. An der Küste und in den Mittelgebirgen leben vor allem Brahmanen und Rajputen, also Hindus der oberen Kasten, außerdem einige Bengalen und Punjabi die schon kurz nach Ende der britischen Besatzung eingewandert sind. Erst in den Hochgebirgen findet sich das typische Minoritätenmosaik aus vielen kleinen Volksstämmen mit tibetischer und nepalesischer Abstammung. Entsprechend ihrer jeweiligen Stammesgeschichte ist auch die religiöse Zugehörigkeit der Menschen: fast 85% der Bevölkerung sind praktizierende Hindus, die aus dem Punjab stammenden Menschen sind häufig muslimischen Glaubens. In den Hochgebirgen stößt man auf gläubige Buddhisten, wobei auch deren Religion häufig von hinduistischen Einflüssen durchzogen ist. Sehr selten wird der „reine“ tibetische Buddhismus praktiziert, genauso wie es nur wenige kleine Stämme gibt, die dem Schamanismus zuzuordnen sind. Da in Uttarakhand wichtige hinduistische Pilgerorte liegen (vor allem die Quellflüsse des Ganges sind heilig), ist der Hinduismus auch in der Landschaft prägnant vertreten. Als wichtige hinduistische Pilgerorte auf dem Gebiet von Uttarakhand sind wohl vor allem Devprayak und Gangotri zu nennen – sehr empfehlenswerte Stationen während ihres Aufenthaltes.

In Uttarakhand werden die hinduistischen und buddhistischen Feste und Feiertage mit ihren jeweiligen Riten und Traditionen begangen. Diese richten sich kalendarisch nach dem Mondzyklus, weshalb sie in jedem Jahr auf unterschiedliche Daten fallen. Aufgrund eines verhältnismäßig hohen Anteils an Moslems in der Bevölkerung finden auch an hohen muslimischen Feiertagen entsprechende Veranstaltungen statt. Besonders reizvoll für Touristen sind aber sicherlich die hinduistischen Feierlichkeiten, wobei diese aufgrund der vielen heiligen Stätten im Bundesland fast ganzjährig zu beobachten sind – insbesondere die Waschungszeremonien am Ufer des Ganges bzw. seiner Quellflüsse Alaknanda und Bhagirathi sind heilig und erheben selbst den, der nur zusieht.



Dehradun (Dechra Dun) ist die Hauptstadt von Uttarakhand. Die Stadt hat rund 570.000 Einwohner. Sie liegt in einem Tal zwischen den Ausläufern des Himalaya im Norden und dem Shivalik Gebirgszug im Süden und dem Ganges im Osten und der Yamuna im Westen. Touristen besuchen die Stadt vorwiegend als Ausgangsort für einen Besuch der hiesigen Pilgerorte oder aber auch als Basis für Trekkingausflüge in die Berge.

Ausflüge in die Umgebung: Ein Ausflug in das rund 35 km nördlich gelegene Mussoorie ist lohnend. Der 30.000 Einwohner zählende Ort liegt entlang eines Bergrückens und verfügt über ein angenehmes frisches Klima, das seinerzeit die britischen Kolonialherren bereits zu schätzen gewusst hatten. Dakpathar Barrage ist eine Wasseranlage mit einem Pool und liegt an den Ausläufern des Shivaliks  sowie an den Ufern des Yamuna Flusses. In der rund 45 km von Dehradun entfernten Anlage befinden sich schöne Bungalows für Touristen. Erwähnenswert ist, dass sich hier während des Zweiten Weltkriegs ein britisches Internierungslager für Angehörige von Feindstaaten befand. Sehenswert sind hier zudem der Kempty-Wasserfall oder der 2.024 m hohe Gun Hill, auf den sogar eine Seilbahn hinauffährt. Unter den Internierten waren u.a. die Teilnehmer der deutschen Nanga-Parbat-Expedition von 1939 - Heinrich Harrer, Peter Aufschnaiter, Lutz Chicken und Hans Lobenhoffer.

Haridwar liegt am Ganges, wo er das Gebirge der Shivalik-Kette verlässt und in die Ebene fließt. Haridwar ist eine der heiligen Städte der Hindus, wo alle 12 Jahre in dreijährigen Wechsel mit Allahabad, Nashik und Ujjain das Kumbh-Mela-Fest gefeiert wird. Das bedeutet, dass nach dem hiesigen Fest, das nächste Fest drei Jahre später in Allahabad, dann wiederum drei Jahre später in Ujjain und dann in Nashik stattfindet. Nach weiteren drei Jahren, es sind dann 12 Jahre, findet es wieder in Haridwar statt. Zu den Feierlichkeiten kommen viele Millionen Gläubige in die Stadt, um sich im Ganges von allen Sünden zu reinigen.

Yamunotri – im Distrikt Uttarkashi gelegen - ist der westlichste und wichtigste Ort auf dem berühmten Hindu-Pilgerweg Chota Char Dham. Hier findet man u.a. heiße Quellen. Die anderen Orte auf dem Pilgerweg sind die Tempel in Gangotri, Kedarnath sowie in Badrinath. Bei Yamunotri befindet sich die Quelle des Flusses Yamuna sowie der Sitz der Gottheit Yamuna. Der Tempel liegt auf einer Höhe von 3.235 m und ist rund 6 km von der Ortschaft Hanuman Chatti entfernt und  kann nur zu Fuß oder mit Hilfe geliehener Pferde oder mit Sänften erreicht werden. Der erste hiesige Tempel aus dem 19. Jahrhundert war durch verschiedene Umwelteinflüsse zerstört worden und wurde später neu errichtet. Typisch ist hier die Herstellung von prasad (Reis), der in den hiesigen heißen Quellen gegart wird.

Der Ganges ist ein heiliger Fluss und viele Hinus wollen wenigsten einmal im Leben von ihren Sünden durch ein Bad in dem Fluss befreit werden. Er entsteht aus zwei Quellflüssen und mündet nach 2.600 km über ein verzweigtes Mündungsdelta in den Golf von Bengalen, der ein Teil des Indischen Ozeans ist. Die beiden Quellflüsse sind:
- Alaknanda: Die Alaknanda ist der linke Quellfluss des Ganges und hat eine Länge von 190 km. Bei Devprayag vereinigt sich der Fluss mit dem rechten Quellfluss der Bhagirathi. Die Alaknanda hat ihren Ursprung am Zusammenfluss von Satopanthgletscher und dem Gletscher Bhagirath Kharak in Uttarakhand.
- Bhagirathi: Die Bhagirathi ist der rechte Quellfluss des Ganges. Sie hat ihren Ursprung am Gaumukh (Gangotri-Gletscher) im Bundesstaat Uttarakhand in einer Höhe von rund 3.890 m. Ihre Länge beträgt rund 205 km.
Bei Devprayag vereingt sie sich mit dem linken Quellfluss der Alaknanda zum Ganges. Große Städte an dem Fluss sind Kanpur, Allahabad  und  Varanasi, die alle  im Bundesstaat Uttar Pradesh liegen sowie Patna im Bundesstaat Bihar.

Die Yamuna ist ein rund 1.375 km langer Nebenfluss des Ganges Die Yamuna entspringt in einer Höhe von rund 4.400 m aus einem Gletschersee beim Yamunotri-Tempel (Schrein) im Himalaya. In der Nähe liegt der 6.317 m hohe Bandarpunch. Der Fluss durchfließt danach die indischen Bundesstaaten Haryana und Uttar Pradesh sowie das Unionsterritorium Delhi. Größere Städte an dem Fluss sind Delhi, Mathura und Agra entlang des Flusses. In Allahabad mündet die Yamuna in den Ganges.



Der Corbett-Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 520 km² in der Nähe der Ortschaft Ramnagar. Die Anfänge des Parks  gehen auf das Jahr 1936 zurück, als der frühere Jäger Jim Corbett hier eine Schutzzone für vom Aussterben bedrohte Tiger errichtet hatte. In dem Park leben neben Tigern u.a. Leoparden, Bengalkatzen oder auch Elefantenherden. Touristen finden im Park einige Gasthäuser. Eine Unterkunft außerhalb des Parks in der Ortschaft Dhikala bietet geführte Touren zu Tierbeobachtungen an.

Der Gangotri-Nationalpark wurde im Jahr 1989 errichtet. Er umfasst eine Fläche von rund 2.390 km² und ist damit etwa dreimal so groß wie die Stadt Berlin. Man kann hier die majestätische Schönheit  der Gletscher  bewundern. An Bäumen findet man hier Tannen, Fichten, Eichen oder auch Rhododendren. Hier leben 15 Arten von Säugetieren und 150 Vogelarten. Darunter sind Schneeleoparden,  Braunbären, Moschustiere, blaue Schafe oder auch Steinböcke.

Der Govind Pashu Vihar-Nationalpark wurde 1990 errichtet. Der Park umfasst eine Fläche von rund  472 km². Er erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 1.400 m und 6.325 m. Seinen Namen erhielt der Park nach Pandit Govind Ballabh Pant (1887-1961) - einem indischen Freiheitskämpfer und einem der Architekten des modernen Indiens. Das hiesige Har-ki-dun-Tal und der Ruinsiyara Höhensee sind beliebte Ziele im Park. Die beste Zeit für einen Besuch liegt zwischen Mai und Oktober. In dem Park leben etwa fünfzehn verschiedene Arten großer Säugetiere, darunter Schneeleoparden, Leoparden Braun- und Schwarzbären, Moschustiere, Fischotter, Zibetkatzen, Hodgson Riesen Gleithörnchen sowie Wildschweine. Unter den Vögeln sind u.a. Steinadler, Steppenadler oder schwarze Adler zu nennen.

Der Nanda Devi-Nationalpark wurde im Jahr 1982 errichtet. Er umfasst eine Fläche von rund 625 km². Der Park erstreckt sich um den Gipfel des 7.816 m hohen Nanda Devi, während der Park selber  auf einer Höhe von mehr als 3.500 m liegt. Größere Säugetiere im Park sind u.a. Moschustiere, Ziegenantilopen, Himalajatahre, Schneeleoparden, Schwarz- und Braunbären, Languren und Rhesusaffen. Außerdem leben hier rund 115 Vogelarten. Der Nationalpark wurde 1988 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerbestätten eingeschrieben. Im Jahr 2005 wurde der Park mit dem Nationalpark "Tal der Blumen" zusammengelegt und in "Nanda Devi und Tal der Blumen - Nationalpark" umbenannt.

Der Rajaji-Nationalpark  entstand im Jahr 1983 durch die Zusammenlegung mehrerer Wildreservate. Er umfasst eine Fläche von rund 820 km². Hier leben rund 500 Elefanten und 40 Bengalische Tiger gezählt. Außerdem leben hier u.a. Indische Leoparden, Lippenbären, Streifenhyänen, Axishirsche, Sambarhirsche, Nilgauantilopen, Wildschweine. Früher hingen die hiesigen Wälder mit denen des heutigen Corbett-Nationalparks - der wenige Kilometer weiter südöstlich liegt - zusammen. Heutzutage jedoch sind die beiden Nationalparks - mit Ausnahme weniger Streifen - durch Ansiedlungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen voneinander getrennt.

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