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Mizoram - Land der Hügelmenschen

Ort: Nordwestindien
Urlaubsart: Natur | Spiritualität
Saison: Oktober - Mai

Als Teil der „Sieben Schwestern“, den isoliert liegenden indischen Bundesstaaten ganz im Nordosten der Republik, erreicht auch Mizoram erst in den letzten Jahren das touristische Bewusstsein. Der länglich geformte Bundesstaat grenzt nur mit seiner Nordspitze an die indischen Bundesstaaten Tripura, Assam und Manipur (von West nach Ost), die längeren Grenzverläufe gibt es westlich zu Bangladesch sowie östlich zu Myanmar.

Karte von Mizoram

Der länglich geformte Bundesstaat grenzt nur mit seiner Nordspitze an die indischen Bundesstaaten Tripura, Assam und Manipur (von West nach Ost), die längeren Grenzverläufe gibt es westlich zu Bangladesch sowie östlich zu Myanmar.

Die Temperaturen werden ganzjährig als recht angenehm empfunden, allerdings sorgt der Monsun in den Monaten von Juni bis September für starke Niederschläge. Diese Zeit sollte daher eher gemieden werden - für einen Urlaub in dieser Region bieten sich vor allem die Monate von Oktober bis Anfang Mai an.

Das gemäßigte Klima hat in Mizoram eine unwahrscheinlich schöne Landschaft entstehen lassen, in der sich mitten aus der immergrünen Laubdecke der bewaldeten Berghänge beeindruckende Wasserfälle ergießen, wo fragile Orchideenblüten in überwältigenden Farbschattierungen die Bäume schmücken und die Atmosphäre erfüllt ist vom Gezwitscher unzähliger Vogelstimmen und die vereinzelten Rufe der Affen. Noch begegnet man hier nur wenigen Touristen und kann das Land, seine Menschen und die Tierwelt hautnah und authentisch erleben.

Wenn Mizoram auch nicht mit spektakulären Bauten der Architekturgeschichte aufwarten kann, bietet es neben der oft unberührten Natur eine ganz unglaubliche Tanztradition. In mindestens 10 verschiedenen Tanzarten wird das alltägliche, meist landwirtschaftlich orientierte Leben dargestellt. Auf den vielen Feiern und Festen des Landes sind sie nicht wegzudenken, auch an Weihnachten und Neujahr beispielsweise.



Aizawl ist die Hauptstadt des Bundesstaates Mizoram und gleichzeitig der Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts. Die Stadt hat rund 295.000 Einwohner. Sie erstrckt sich in einer Höhe von rund 1.200 m entlang eines Bergrückens.

Die Durtlang Hills erstrecken sich nördlich von Aizawl und eröffnen von hier oben einen schönen Blick auf die Umgebung.

Tluangtea Puk: Diese Höhle ist mit einer Länge von rund 120 m die zweitlängste Höhle von Mizoram. Sie liegt bei der rund 3.500 Einwohner zählenden Ortschaft Kawlkulh im Distrikt Champhai. Kawlkulh liegt rund 40 km südöstlich von Aizawl. Da man die Höhle aber erst nach einem  vielstündigen Fußmarsch, der teilweise durch den Dschungel führt, erreichen kann, wird sie kaum aufgesucht. Zudem besteht während der Regenzeit die Gefahr einer Überflutung und damit Lebensgefahr für mögliche Besucher.



Der Murlen Nationalpark wurde im Jahr 1991 errichtet. Der Park umfasst eine Fläche von rund 100 km². Der Murlen Nationalpark liegt im Bezirk Champhai rund 25 km nördlich der gleichnamigen Stadt und rund etwa 60 km östlich der Hauptstadt Aizawl. Die tropischen und nahezu immergrünen und  Wälder mit über 350 Jahre alten Bäumen sind die Heimat von rund 15 verschiedenen Arten von Säugetieren sowie von rund 150 Vogelarten. Interessant ist, dass teilweise nur wenige Prozent des einfallenden Sonnenlichts den Boden erreichen. Unter den hier heimischen Tieren sind u.a. Gibbons, Leoparden, Muntjakhirsche, Rhesusaffen, Rieseneichhörnchen, Sambarhirsche, Schwarzbären, Tiger, Weißbrauengibbons, Ziegenantilopen sowie Fasane, Rebhühner, Beos oder Glanzrückensegler.

Der Phawngpui Blue Mountain Nationalpark wurde 1992 eingeweiht. Der Park ist rund 50 km² groß. Der Nationalpark befindet sich im Bezirk Lawngtlai - rund 40 km südlich der Hauptstadt Aizawl. Seinen Namen hat der Park von dem 2.157 m hohen Berg Phawngpui, der auch als Blue Mountain bezeichnet wird – dem höchsten Berg des Bundesstaates. Die Region des Phawngpui ist oft von einer dünnen Wolkendecke bedeckt, die es von Ferne bläulich erscheinen lässt - daher der Name Blue Mountain. In der Nähe befindet sich der Fluss Chhimtuipui (Kaladan), der in Richtung Burma fließt. Die Ränder der Berge sind meist sehr steil und sind oft von Orchideen und Rhododendren bedeckt. In dem Park leben u.a. Bärenmakaken, Bergziegem, Gorale (eine Ziegenart), Kappenlanguren, Leoparden, Leopardkatzen, Plumploris (eine Primatengattung), Schwarzbären sowie Tiger, Wildschweine und Ziegenantilopen (Serows). Fraglich ist, ob es hier noch Nebelparder gibt. Der Phawngpui Nationalpark ist zudem die Heimat einer Reihe von Vögeln, darunter sind u.a. die seltenen Blythtragopans sowie Adler, Falken, Fasane, Gestreifte Laughingthrushs, Glanzrückensegler, Krähen, Nashornvögel, Nektarvögel, Rebhühner, Rufous Sibias (Heterophasia capistrata) oder Sundaschnäpperdrosseln. Ein Besuch des Nationalparks ist nur während der Trockenzeit von November bis Ende April möglich.

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