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Karnataka - Hightech und Tourismus

Ort: Südwestindien
Urlaubsart: Kultur | Natur | Spiritualität
Saison: Oktober - März

Die Hauptstadt von Karnataka ist Bangalore. Karnataka umfasst eine Fläche von 191.791 km² - bei ca. 63 Millionen Einwohnern, was einer Bevölkerungsdichte von rund 329 Einwohnern pro km² entspricht. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Bevölkerungsdichte rund 230 Einwohner pro km². Karnataka grenzt im Nordwesten an den indischen Bundesstaa Goa, im Norden an Maharashtra, im Nordosten an Telangana, im Osten an Andhra Pradesh, im Südosten an Tamil Nadu und im Südwesten an Kerala sowie im Westen - mit einer Küstenlänge von rund 320 km - an das Arabische Meer. Den größten Teil des Bundesstaats nimmt das Hochland von Dekkan ein, wo die drei wichtigsten Flüsse des Bundesstaates die Kaveri, Krishna und die Tungabhadra entspringen. Rund 84% der Bevölkerung sind Hindus, rund 13% sind Muslime und etwa 2% sind Christen.

Karte von Karnataka

Der Bundesstaat Karnataka liegt im Südwesten von Indien und grenzt u.a. an das Arabische Meer. Karnataka grenzt im Nordwesten an den indischen Bundesstaa Goa, im Norden an Maharashtra, im Nordosten an Telangana, im Osten an Andhra Pradesh, im Südosten an Tamil Nadu und im Südwesten an Kerala sowie im Westen - mit einer Küstenlänge von rund 320 km - an das Arabische Meer.

Der Süden Indiens ist  von einem tropischen Klima geprägt. Man unterscheidet dabei grob zwischen 3 Hauptjahreszeiten: Sommer (von Mitte Februar bis Juni), Regenzeit des Monsun (von Juni bis Oktober) und Winter (von November bis Mitte Februar). Anders als in den meisten anderen Teilen Indiens sind die Temperaturen im Süden relativ konstant. Während die durchschnittliche Sommertemperatur bei ca. 37°C liegt, sinken die Tageswerte auch im Winter nur selten unter 30°C. Der Monsun, die nasse Jahreszeit, fängt im Süden Anfang Juni an und wandert dann langsam Richtung Norden. 
In den folgenden Monaten verwandelt sich Indien in eine tropisch-schwüle Waschküche in der sich vor allem im Süden die hohe Luftfeuchtigkeit mit extremen Temperaturen paart. Die beste Reisezeit liegt nach allgemeiner Ansicht zwischen Oktober und März. Dann ist es für europäische Verhältnisse  zwar immer noch relativ heiß, aber wenigstens trocken. Nachts wird es zwar kühl, aber die Tage sind erträglich warm. Auch die Niederschlagsmengen halten sich in Grenzen.

Die Chowdiah Memorial Hall ist ein Kulturzentrum in Bangalore. Die Halle ist in der Form einer siebensaitigen Violine erbaut und wurde 1980 eingeweiht. Hier finden eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, so: Konzerte, Jazz, Ballett, traditionelle und zeitgenössische Tanz-Performances, Modeschauen, Theateraufführungen, internationale Musikfestivals oder Abschlussfeiern - um die wichtigsten zu nennen.

Nandi-Tempel - auch als Bull-Tempel bezeichnet - stammt  aus dem 16. Jahrhundert und steht auf einem Hügel in der Stadt. Der Tempel, im Dravida-Stil errichtet, fällt durch seine filigrane Struktur und die zahlreichen für den Besucher etwas fremdartig wirkenden Figuren auf. Vor dem Tempel steht eine riesige Skulptur des Stieres Nandi in einer „knienden“ Position. Der Stier Nandi ist das Reittier, der Diener und Beschützer der Gottheit Shiva. Das Monument ist aus grauem Granit gehauen, rund 5 m hoch und 6 m lang und ist damit die größte Nandi-Skulptur weltweit. Der Stier wird täglich poliert und ist mit zahlreichen Girlanden bekränzt. Der Mythologie nach sollte ein Stier eine Erdnussernte gerettet haben – wie er das gemacht  wird leider nicht beschrieben. Daher besuchen die Bauern jährlich den Tempel, um hier ihre ersten Früchte zu opfern. Zudem findet jährlich in der Nähe des Tempels ein Erdnussfest statt.

Alle großen indischen Feste werden in Karnataka mit Begeisterung gefeiert. Karnataka feiert aber auch einige regionale Feste:

Karaga Festival: Dieses Fest wird im März und April gefeiert. Karaga wird in einem Topf wie Shakti verkörpert und wird in einer Prozession während der Nacht 12 Meilen entfernt in einer Wasserstelle (Sampangi) getaucht. Eifrige Anhänger testen das Gleichgewicht der Töpfe auf ihren Köpfen, um die Stärke ihres Charakters zu wissen. Ein Priester, der als Frau gekleidet ist, tut dasselbe während der Haupttempel-Prozession.

Kadalekaye Parishe: Dieses Fest wird im November gefeiert. Es wird auch als Erdnuss-Fest der Bauern genannt. Die Bauern feiern dieses Fest, um die Ernte des Jahres zu feiern. Die örtlichen Bauern verehren am Tempel und suchen nach dem Segen der Gottheiten.

Pongal wird im gesamten Süden Indiens gefeiert. Dieses Fest markiert die Erntezeit. Die Menschen glauben, dass die ersten Strahlen der Sonne an diesem Tag ihnen eine gute Ernte bringt. Dieses Fest markiert auch den Wechsel der Jahreszeiten vom Winter zum Frühling.

Der Stolz der Karnataka-Festivals ist Dussehra. In Indien dauert dieses Fest normalerweise 10 Tage. Die Herrscher des Vijayanagar-Reichs hatten diese Tradition begonnen, Dussehra mit bemerkenswerter Brillanz zu feiern. Die Herrscher von Mysore setzten diese Tradition fort. Während der Prozessionen findet man zahlreiche geschmückte Elefanten.

Yugadi ist ein besonderer Tag für die Menschen in Karnataka. Es wird allgemein angenommen, dass Brahma an diesem Tag die Welt erschaffen hat.

Das Fest Ugadi bedeutet auch die Ankunft des Frühlings mit bunten Blüten und grüne Felder. Die Leute schmücken auch den Eingang ihrer Häuser mit frischen Mango-Blättern an diesem Tag. Die Frauen bereiten spezielle Gerichte zu diesem Fest.

Varamahalakshmi: Die jährliche Lakshmi-Pooja wird in ganz Karnatka im August gefeiert. Der Ursprung dieser Puja liegt im vedischen Zeitalter. An diesem besonderen Tag bringen bereits verheiratete Frauen  Opfer an die Göttin Lakshmi. Als Opfergaben werden Girlanden aus Bargeld, Schmuck und andere Wertgegenstände angeboten. Die Gläubigen beten für den Wohlstand, Frieden und Glück für ihre Familien und Ehemänner. Alle finanziellen Probleme sollen nach der Durchführung dieser Puja gelöst werden.



Bangalore ist die Hauptstadt von Karnataka und hat rund 8,5 Millionen Einwohner. Mittlerweile heißt die Stadt jedoch Bengaluru, was aber noch nicht überall verwendet wird. Wir belassen es hier vorerst bei Bangalore. Die Stadt  wird wegen ihrer zahlreichen öffentlichen Parks und Grünanlagen auch als "Gartenstadt“ bezeichnet. Die größten Parks sind der Lal Bagh sowie der Cubbon Park. Außerdem befindet sich hier das "Silicon Valley" von Indien, so gibt es hier mittlerweile über 1.600 Unternehmen aus dem IT-Bereich. Aber auch Unternehmen aus dem Flugzeugindustrie und dem Maschinenbau haben hier ihren Sitz.

Cubbon-Park: Dieser sehenswerte 1,3 km² große Park ist das grüne Herz der Stadt. Man findet hier zur Freude der Besucher Springbrunnen, Statuen und viele Blumenbeete. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich hier die Staatsbibliothek, das staatliche Museum mit zahlreichen Skulpturen befindet. Außerdem hat in dem Park die Venkatappa-Kunstgalerie ihren Sitz, die auf drei Etagen verteilt, rund 600 Gemälden ausstellt. Auch das Technologie-und Industrie-Museum findet man hier. Sir Mark Cubbon (1775-1861) war ein britischer Armee- und Kolonialoffizier im Rang eines Generalleutnants und wurde 1834 Kommissar von Mysore. Während seiner Amtszeit hatte er u.a. Justiz- und Wirtschaftsreformen durchgeführt und dazu beigetragen, die Wirtschaft von Mysore zu entwickeln.

Das erste Fort ließ Kempe Gowda I. (1510-1569) - ein Vasal des Vijaynagar Reiches und Gründer von Bangalore  im Jahr 1537 anlegen. Aber dessen Mauern aus Lehm genügten Hyder Ali nicht. Hyder Ali (1721-1782) war ein Feldherr und erbitterter Gegner der britischen East India Company. Er ließ sie 1761 durch Steinmauern ersetzen und einen Graben ziehen. Die Tore und Bögen wurden im islamischen Stil gebaut. Da Hyder Ali Andersgläubige tolerierte, entstand unter seiner Herrschaft ein kleiner Ganesh-Tempel innerhalb der Festungsmauern. Das Fort wurde jedoch im März 1791 durch die britischen Eroberer eingenommen und in einem erheblichen Maß zerstört. Zu der Zeit war das Fort ein Stützpunkt von Tipu Sultan (1749-1799), dem Herrscher von Mysore. Die Überreste des Forts, im Wesentlichen zwei Bollwerke, findet man in der Krishnarajendra Road. Eine Gedenktafel aus Marmor kennzeichnet die Stelle, an der die Briten die Mauer des Forts durchbrochen hatten. Zusätzlich wurden sehr viel später Teile der Mauer für den Bau von Straßen niedergerissen und für den Bau des Victoria-Hospitals wurde ein Festungsgraben zugeschüttet. Von den früheren acht Toren ist nur noch das Delhi-Tor geblieben.

Der High Court ist das höchste Gericht des Bundesstaates Karnataka. Das Gebäude des Gerichts wurde im Jahr 1868 fertiggestellt. Das zweigeschossige Gebäude besteht aus rot gefärbten Ziegelsteinen und Natursteinen mit weißen Verzierungen und wurde im griechisch-römischen Stil errichtet. An der Frontseite befindet sich eine von ionischen Säulen getragene Halle. Vor dem Gericht steht ein Reiterstandbild von Mark Cubbon. Den Namen Karnataka High Court erhielt das Gericht im Jahr 1973. Der Gerichtshof liegt gegenüber dem Parlament des Bundesstaates (Vidhana Soudha).

Königspalast: Dieser Prunkbau im Tudorstil ähnelt mit seinen zahlreichen Türmen und Bögen dem Windsor Castle in der englischen Stadt Windsor in der Grafschaft Berkshire. Der Palast entstand 1887 im Auftrag der Wadiyars, einer Herrscher-Dynastie, die das Königreich Mysore von 1399 bis 1761 und dann nochmals von 1799 bis 1947 regiert hatten. Da der Maharaja noch heute einige Räume privat benutzt, sind Führungen nur nach vorheriger Anmeldung möglich. In dem hiesigen Garten finden häufig Konzerte statt, hier sind so weltberühmte Bands wie die Rolling Stones, Sting, Scorpions oder Deep Purple aufgetreten.

Die Parkanlage Lal Bagh befindet sich südlich des Stadtzentrums und wurde 1740 von dem Feldherrn Hyder Ali Hyder Ali (1721-1782) angelegt. Innerhalb der Parkanlage befindet sich der Botanischen Garten "Lal Bagh Botanical Gardens", der jedoch erst 1760 entstanden ist. Auf einer Fläche von rund 1 km² befindet sich hier die größte Ansammlung tropischer und subtropischer Pflanzen von ganz Indien. Im Glashaus des Gartens, werden am 26. Januar, dem Nationalfeiertag, und am 15. August, dem Unabhängigkeitstag, Blumenshows veranstaltet.
 
Sri Radha Krishna-Tempel gehört zur "International Society for Krishna Consciousness (ISKCON)" und ist der weltweit größte Sri Radha Krishna-Tempel. Er ist den Gottheiten Radha und Krishna geweiht. Er bildet einen ganzen Tempel- und Kulturkomplex, der im Jahr 1997 eröffnet wurde. Der Tempel liegt auf dem Hare Krishna Hill im Norden der Stadt. Krishna  gilt den Hindus als die achte Inkarnation von Vishnu, während er für seine Anhänger die Inkarnation des Höchsten ist.  

Das Vidhana Soudha ist der Sitz der gesetzgebenden Versammlung (Legislative), also das Parlament des Bundesstaates Karnataka. Es ist ein imposantes Gebäude mit einer Höhe einschließlich der Kuppel von 46 m. Die Vorhalle des Haupteingangs wird von korinthischen Säulen getragen Es wurde 1956 im Stil des so genannten Mysore Neo-Dravidian fertiggestellt und bietet Platz für rund 300 Abgeordnete. Über dem Eingang steht in Englisch und in Kannada: "Government Work Is God's Work". Sonntags und bei öffentlichen Feiertagen ist das Gebäude erleuchtet und erscheint dann in einer geradezu überirdischen Schönheit.
 
Vijayannagar war die Hauptstadt des gleichnamigen südindischen Königreichs Vijayannagar. Die Anfänge des Königreichs gehen auf die Brüder Bukka und Harihara aus dem Geschlecht der Sangamas zurück. Im Jahr 1336 hatten sie die Hauptstadt Vijayannagar ihres Königreichs gegründet. Bis 1435 beherrschten die Nachfolger der Brüder das Königreich, gefolgt den Herrschern der Saluva-Dynastie, die von 1485 bis 1506 regiert hatte. Ihnen waren die Könige der Tuluvas-Dynastie gefolgt, die bis zur Eroberung und Zerstörung von Vijayannagar im Jahr 1565 geherrscht hatten. Der Zerstörung der Hauptstadt war eine verloren gegangene Schlacht gegen die vereinigten Truppen der moslemischen Sultane von Ahmadnagar, Bidar, Bijapur sowie Golconda vorangegangen. Das Königreich existierte zwar noch einige Zeit danach, spielte aber praktisch keine Rolle mehr.

Krishna-Tempel: Dieser der Gottheit Krishna geweihte Tempel wurde im Jahr 1515 unter der Herrschaft von Krishnadevaraja (1471-1530) errichtet. Krishnadevaraja war der dritte Herrscher aus der Tuluva-Dynastie, der von 1509–1530 regiert hatte. Der Tempel wurde jedoch teilweise nach der Eroberung der Stadt im Jahr 1565 zerstört. Vorausgegangen war eine Niederlage des Tuluva-Herrschers Sadasiva Raya, der von 1543 bis 1567 regiert hatte, am 26. Januar 1565 gegen die vereinigten Truppen der Sultanate Bijapur, Golconda, Bidar sowie Ahmadnagar. Man findet den Haupttempel mit seinen zahlreichen Nebenschreinen im Innenhof der Anlage, die von zwei Mauern umgeben ist.

Matanga-Hügel liegt rund 500 m vom Fluss Tungabhadra entfernt und ist die höchste Erhebung in der Ruinenstadt. Auf seinem Gipfel, den man über steinerne Treppen erreichen kann, steht ein Tempel, der der Gottheit Shiva in seiner Erscheinungsform als kämpferischer Virabhadra gewidmet ist. Der Hügel sollte aber auch wegen der hervorragenden Sicht auf die Tempelstadt besucht werden.

Naharasimba-Skulptur liegt ganz in der Nähe des Krishna-Tempels und stellt die Inkarnation der Gottheit Vishnu als Narasimha dar. Die Figur wurde um 1528 aus einem Steinblock geschlagen und stellt eine mit hervorstehenen Augen böse blickende Gottheit dar. Die rund 6,70 m hohe Figur sitzt mit gekreuzten Beinen unter einem Torbogen, der von einer mehrköpfigen Kobra gekrönt wird.

Die Stadt Mysore ist mit ihren 890.000 Einwohnern Verwaltungssitz des Distrikts Mysore sowie seit 1916 Sitz der University of Mysore. Bis zur Eingliederung in das unabhängig gewordene Indien war Mysore Hauptstadt des  gleichnamigenFürstentums Mysore.

Amba-Vilas-Palast: Der im Zentrum der Stadt befindliche Tempel war Residenz der Maharadschas des früheren Fürstenstaates Mysore, deren Nachfahren bis heute einen Teil des Palastes bewohnen. Nach Ansicht zahlreicher Kunsthistoriker gilt der Palast als einer berühmtesten in Indien. Er wurde zwischen 1897 bis 1912 nach Plänen des britischen Architekten Henry Irwin anstelle eines kurz davor abgebrannten Palastes erbaut. Der Grundriss des Palastes lehnt sich an den des Buckingham Palace in London an vereinigt in ihm dennoch Elemente der traditionellen hinduistischen, indisch-islamischen Architektur. Der Plast ist dreistöckig und wird von einer Reihe von Kuppeln aus Marmor, zahlreichen kleinen Türmchen  sowie einem rund 45 m hohen, fünfgeschossigen Turm mit einer vergoldeten Spitze gekrönt. Sieben große Bögen bilden die Hauptfassade, der mittlere wird von zwei weiteren, kleineren Bögen flankiert. Absolut sehenswert ist im Inneren des Palastes der goldüberzogene Thron in der beeindruckenden Durbarhalle. Beeindruckend ist auch die steinerne die Skulptur eines Leoparden vor einem der Eingangstore. Eine Erwähnung wert ist sicherlich, dass sich auf dem  Gebiet des Palastes zwölf Hindu-Tempel befinden, von denen ein großer deren auf das 14. Jahrhundert zurückgehen und daher noch aus der Zeit des alten Tempels stammen - bis hin zu Neubauten aus dem 20. Jahrhundert.

Chamundeshwari-Tempel: Auf dem rund 1.060 m hohen Chamundi Hill befindet sich der Chamundeshwari-Tempel aus dem 12. Jahrhundert. Der Berg liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Der  später und zwar am Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute rund 40 m hohe siebenstöckige und reich verzierte Torturm (Gopuram) dominiert den gesamten Tempelkomplex. Besucher müssen rund 1.000 Stufen überwinden, um den Gipfel zu erreichen, was einige Kondition erfordert. Der Tempel ist der Göttin Durga geweiht. Durga ist eine Göttin der Vollkommenheit, die in verschiedenen Erscheinungsformen dargestellt wird. Im Tantrismus ist sie Shakti. Etwa auf der Hälfte des Weges findet man eine aus dem Jahr 1659 stammende etwa 5 m hohe steinerne Statue des Stieres Nandi, dem Reittier und treuen Diener des Gottes Shivas. In der Nähe steht zudem eine bunt bemalte Statue des Dämons Mahishasura, der in seiner rechten Hand ein Schwert und seiner linken eine Schlange hält. Der Mythologie zufolge wurde er im Kampf gegen die Göttin Durga getötet.

Der Markt gilt als einer der größten Märkte in Südindien. Er ist besonders für seine Gewürz- und Parfumangebote bekannt und beliebt.



Der Anshi Nationalpark wurde im Jahr 1987 eingerichtet und umfasst eine Fläche von rund 250 km². Er liegt im Distrikt North Kannada. Der Park beherbergt einen immergrünen tropischen Regenwald und ist von tiefen Tälern, steilen Hängen und dichten Wäldern geprägt. Hier leben zahlreiche Tierarten, darunter der seltene Schwarze Panther.

Der Bandipur Nationalpark wurde im Jahr 1974 eingerichtet und umfasst eine Fläche von rund 874 km². Der Bandipur-Nationalpark befindet sich im Distrikt Chamarajanagar und grenzt im Norden an den etwa 640 km² großen Nagarhole-Nationalpark und im Süden an das rund 320 km² große Mudumalai-Wildreservat, das etwa 320 km² groß ist. Die drei Reservate bilden Zusammen mit dem Wynad-Wildreservat bilden sie die das größte Schutzgebiet in Südindiens. In dem Nationalpark befindet sich eines der 53 Tigerschutzgebiete. In dem Park wechseln sich Hügelketten, Klippen und Plateaus ab. Der 240 km lange Fluss Kabini, ein Nebenfluss der Kaveri, durchfließt den Park im Nordwesten. Man findet hier Waldflächen und Parklandschaften mit Teakbäumen, Palisander, Sandelholz oder Myrobalanen, von der Substanzen gewonnen werden, die als Mittel gegen Bakterien und Pilze sowie in der Krebstherapie verwendet werden. Unter den hier heimischen Säugetieren befinden sich Asiatische Elefanten, Asiatische Wildhunde, Axishirsche, Bengalische Tiger, Gaur-Rinder, Indien-Kantschile, Indische Leoparden, Lippenbären, Muntjakhirsche, Sambarhirsche, Streifenhyänen, Vierhornantilopen und Wildschweine. Zudem leben hier zahlreiche Vogelarten, darunter Greifvögel, wie beispielsweise Habichtsadler.

Der Bannerghatta Nationalpark wurde im Jahr 1974 eingerichtet und umfasst eine Fläche von rund 104 km². Er liegt rund 20 km von Bangalore entfernt. Im Jahr 2002 wurde ein Teil des Parks als Bannerghatta Biological Park errichtet. Hier befinden sich ein Zoo, ein Haustiergehege, ein Schmetterlingsgehäuse, ein Aquarium, ein Schlangehaus und ein Safaripark. In dem Nationalpark leben u.a. Axishirsche, Asiatische Löwen, Bengaltiger, Elefanten, Füchse, Gaurrinder, Hasen, Indische Gazellen, Lippenbären, Leoparden, Motorhaubenmakaken, Muntjakhirsche, Nilpferde, Pangolins, Schakale, Schlanklors (eine Primatenart), Stachelschweine sowie Wildschweine. Unter den Reptilien findet man hier u.a. Kobras, Kraits Pythons, Russells Vipern und Warane. Vogelliebhaber seien auf die große Vielfalt der hiesigen Vögel hingewiesen - besonders erwähnenswert sind dabei die Pfaue.

Der Kudremukh Nationalpark entstand im Jahr 1987 mit einer Fläche von rund 600 km². Der Nationalpark liegt in den Western Ghats in den Distrikten Dakshina Kannada, Udupi und Chikmagalur Der Park ist bekannt für seine landschaftliche Schönheit. Er wurde nach dem gleichnamigen 1.894 m hohen Berg benannt, dessen Gipfel an das Gesicht eines Pferdes erinnert. Der Park ist mit dichten nahezu immergrünen Wäldern bedeckt. Er wird an seinen nördlichen und östlichen Grenzen von Kaffee- und Teeplantagen begrenzt. Am Berg Kudremukh muss man mit einer mittleren jährlichen Niederschlagsmenge von ca. 7. 000 mm rechnen. Die hiesige Pflanzenwelt besteht u.a. aus Akazien, Casuarinas (bis zu 35 m hohe, immergrüne Sträucher und Bäume), Eukalyptusbäumen sowie Silbereichen. An Säugetieren leben in dem Park u.a. Axishirsche, Füchse, Gaur-Rinder, Languren (eine Primatenordnung), Leoparden, Lippenbären, Muntjakhirsche, Mungos, Rieseneichhörnchen, Sambarhirsche, Schakale, Stachelschweine, Tiger, Wildhunde und Wildschweine. Auch rund 195 Vogelarten haben in dem Park ihren Lebensraum, darunter beispielsweise den wunderbar bunt gefärbten  Malabar Togon, den Malabar-Pfeifen-Soor oder die Kaisertaube - um nur einige zu nennen. Unter den Reptilien findet man u.a. Kobras, Königskobras, Kraits oder die Russel`s Viper, außerdem eine Reihe verschiedener Schildkrötenarten.

Der Nagarhole Nationalpark - auch als  Rajiv Gandhi Nationalpark bezeichnet - wurde im Jahr 1988 errichtet und umfasst eine Fläche von rund 645 km². Der durchfließt den Park. Der Park erstreckt sich zwischen den Westghats und den Nilgiribergen über die Distrikte Kodagu und Mysore. Er bildet zusammen mit dem benachbarten Bandipur-Nationalpark und dem Mudumalai-Nationalpark das größte Schutzgebiet im Süden von Südindien. Die Vegetation des Parks besteht zur Hauptsache aus tropischen Wäldern, Bambus- und Teakholzwäldern sowie Busch- und Graslandschaften. In den hiesigen Sümpfen und Wasserläufen findet man Krokodile und Büffel. Man findet hier weiterhin Asiatische Wildhunde und Elefanten, die sich während der trockenen Jahreszeit an den Flussufern einfinden. Außerem leben hier Antilopen, Axishirsche, Gaur-Rinder, Indien-Kantschile, Leoparden, Lippenbären, Muntjakhirsche, Panther, Sambarhirsche, Tiger, Vierhornantilopen sowie Wildschweine vertreten. Zudem leben hier mit den Hutaffen, Hanuman-Languren und den Bartaffen drei Arten von Primaten. Vogelfreunde finden hier rund 250 verschiedene Vogelarten, darunter Fischadler, Drongos (ein Singvogel), Kormorane, Pfaue, Reiher oder Weißhalsstörche, Reiher und Fischadler.