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Jharkhand - Spiritualität und Industrie

Ort: Nordostindien
Urlaubsart: Kultur | Spiritualität
Saison: Oktober - Mai

Der Bundesstaat Jharkhand liegt im Nordosten von Indien und umfasst eine Fläche von 79.722 km² - bei etwa 35 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt von Jharkhand ist die Industriestadt Ranchi. In Jharkhand liegen die wichtigsten Kohleabbaugebiete Indiens was für die Natur es Bundesstaates nicht gerade ein Segen war und ist. Der Parasnath ist mit  einer Höhe von 1.365 m der höchste Berg in Jharkhand und ein bedeutender Pilgerort der Angehörigen des Jainismus. Jharkhand grenzt an die indischen Bundesstaaten Bihar, Westbengalen, Odisha, Chhattisgarh und Uttar Pradesh. Etwa 58% der Bevölkerung Jharkhands sprechen Hindi als Muttersprache. Und etwa 68% der Einwohner Jharkhands  sind Hindus, rund 15% sind Moslems und ca. 4% sind Christen. Der Rest von 13% wird unter "übrige Religionen“ verzeichnet.

Karte von Jharkhand

Der Bundesstaat Jharkhand liegt im Nordosten von Indien und umfasst eine Fläche von 79.722 km² - bei etwa 35 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt von Jharkhand ist die Industriestadt Ranchi.

Jharkhand ist mit einer durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von 33°C eine der wärmsten Regionen in Indien. Das Klima ist mit einem Jahresdurchschnitt von 33°C sehr warm, hat aber nur wenig wirkich tropische und schwüle Monate. Es ist ganzjährig warm bis heiß. Die beste Reisezeit ist aufgrund der trockeneren Jahreszeit von Oktober bis Mai. Zeitweise unangenehm hoch ist vor allem die Luftfeuchtigkeit im August. Die häufigsten Regentage gibt es von Juli bis September.

Dieses neue Bundesland von Indien gilt als unentdeckt. Jharkhand feiert seine reiche Kultur und Rituale mit Stolz bei den lokalen Festen. Es werden alle Hindu Feste so gefeiert, wie diese sonst im restlichen Land üblich sind. Aber die Feste der Urvölker in Jharkhand spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Das Festival des Karma ist ein religiöses Fest und wird als großes Fest unter den Stammesangehörigen in Jharkhand gefeiert. Die Gläubigen fasten 24 Stunden lang. Es finden sehr viele kulturelle Veranstaltungen auf einem Gelände statt, welches in der Mitte mit einem Zweig vom Sal-Baum gekennzeichnet wird.

Das Sohrai-Fest ist ein beliebtes Fest, worauf die lokale Bevölkerung mit Vorfreude wartet. Dieses Fest wird in Zusammenhang mit Nutztieren gefeiert, da diese bei den Urvölkern heute noch eine wichtige Rolle spielen. Die Haustiere werden verehrt und es werden viele Wettbewerb, aber auch Stierkämpfe veranstaltet, um den Spaß und die Aufregung bei dem Fest noch zu vermehren. Dieses Fest wird nicht selten mit dem großen Hindu Fest Diwali gemeinsam gefeiert, welches am Ende Oktober oder Anfang November stattfindet.

Sarhul ist das wichtigste Fest der Stammes-Bevölkerung von Jharkhand. Die verbale Bedeutung von Sarhul ist Anbetung des Sal-Baum. Es ist aber auch als Anbetung der Natur zu verstehen. Der Sal-Baum wird als Sitz der Göttin Sarna verehrt. Die Göttin Sarna schützt das Dorf vor allen Arten von Naturkatastrophen.



Die Stadt Bokaro Steel City ist das Verwaltungszentrum des Distrikts Bokaro und hat rund 420.000 Einwohner. Die Stadt liegt rund  95 km nordöstlich von Ranchi, der Hauptstadt von Jharkhand. In einer Entfernung von rund 10 km befindet sich der rund 595 lange Fluss Damodar, der rund 35 km südwestlich von Kalkutta im Bundesstaat Westbengalen in den Hugli mündet. Im Jahr 1965 wurde hier mit dem Bau der Stahlfabrik Bokaro Steel Plant begonnen. Der Name sagt es bereits, dass die Stadt eine Industriestadt ist, die für Touristen wenig zu bieten hat.

Die Industriestadt Dhanbad hat rund 1,2 Millionen Einwohner und ist der Verwaltungssitz des gleichnamigen Distrikts. In der Stadt findet man zahlreiche Tagebau-Kohlegruben und stahlverarbeitende Industrie. Dhanbad liegt rund 10 km vom 595 km langen Fluss Damodar entfernt, der rund 35 km südwestlich von Kalkutta im Bundesstaat Westbengalen in den Hugli mündet. Bis Kalkutta sind es in südöstlicher Richtung rund 245 km Luftlinie. Etwa 50 km von der Stadt entfernt liegt der rund 65 km² große Maithon-Stausee, der mit einigen weiteren Stauseen u.a. die Elektrizitäts- und Wasserversorgung der Region sicherzustellen hilft.

Giridih ist Sitz der Verwaltung des gleichnamigen Distrikts. Die Stadt mit ihren rund 115.000 Einwohnern liegt am Ufer des Flusses Usri. Das Abholzen der umgebenden Wälder und der Abbau der Bodenschätze waren mitverantwortlich für den recht trostlosen Eindruck, den die Stadt heutzutage bietet. Weite Gebiete des Distrikts bestehen infolgedessen aus verkarsteten Böden, die fast wüstenähnlich erscheinen. Als die Stadt 1871 an das Eisenbahnnetz der Eastern Railway angeschlossen worden war, stiegen die Einwohnerzahl sowie die Bedeutung der davor noch kleinen Ortschaft sprunghaft an. Die von den Briten zum Transport der reichen Kohlevorkommen der Gegend genutzte Eisenbahnstrecke diente aber zugleich bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts reichen Bengalen als gute Möglichkeit, hier die heißen Sommermonate in gemäßigtem Klima verbringen zu können. Dafür hatten sie in der Stadt zahlreiche prächtige Häuser errichten lassen, die aber mittlerweile stark verfallen sind und allenfalls noch Zeugen dieser Epoche sind. Der Physiker und Botaniker Jagadish Chandra Bose (1858-1937) verbrachte seine letzten Lebensjahre in Giridih. Einer seiner Schüler war Satyendranath Bose (1894-1974), der besonders durch die Bose-Einstein-Statistik bekannt ist.

Usri-Wasserfälle: Diese Wasserfälle des Flusses Usri liegen rund 13 km östlich von Giridih. Die best Zeit für einen Besuch der Wasserfälle liegt zwischen dem 20. Dezember und 15. Januar.

Der Parasnath ist mit einer Höhe von 1.365 m der höchste Berg Jharkhands ein bedeutendes Heiligtum der Religionsgemeinschaft des Jainismus. Auf seinem Gipfel stehen 24 Tempel als Symbol für die 24 Thirthankaras der Jainas. Unter den Thirthankaras versteht man im Jainismus ihre geistigen Führer, die als  Mittler zwischen der materiellen und der spirituellen Welt gelten. Der Berg liegt im Osten des Hazaribag-Plateaus und wurde nach Parshvanata (ca. 877–777 v. Chr.), dem 23. geistlicher Führer des Janaismus (Thirtankara) benannt, der hier der Legende nach das Nirwana erreicht hatte. Von dem Dorf Madhuban aus kann man den Berg nach einer etwa 11 km langen Wanderung erreichen.

Hazaribagh ist das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Verwaltungsdistrikts. Die Stadt liegt rund 90 Kilometer von Ranchi entfernt. Die Einwohnerzahl beträgt rund 142.000. Die Stadt ist erwähnenswert, da sich hier der Sitz des Bistums Hazaribag befindet. Das Bistum wurde am 1. April 1995 durch Papst Johannes Paul II. (1920-2005) errichtet. Es ist dem Erzbistum Ranchi als Suffraganbistum unterstellt.

Jamshedpur ist Verwaltungssitz des Distrikts Purbi Singhbhum. Die Stadt hat rund 635.000 Einwohner und wurde nach Jamshedji Tata (1839-1904) benannt, der damit begonnen hatte, gemeinsam mit der Stadt ein großes Stahlwerk zu errichten. Aber erst sein Sohn Dorabji Tata (1859-1932) konnte das Projekt nach dem Tod seines Vaters vollenden. Im Jahr 1907 wurde das Dorf Sakchi als Standort dafür ausgesucht. Die danach entstandene Planstadt erhielt 1919 ihren heutigen Namen Jamshedpur. Vater und Sohn sind die Gründer der Tata-Industriegruppe. Der Großkonzern verfügt über 455.000 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz heutzutage in Mumbai. Für Touristen hat diese Industriestadt wenig zu bieten.

Mango ist ein Vorort von Jamshedpur, mit der es mit zwei Brücken über den 395 km langen Subarnarekha Fluss verbunden ist. Der Fluss mündet im Bundesstaat Odisha im Golf von Bengalen. Mango ist im Grunde ein riesiges und ständig wachsendes Wohngebiet, das über nur wenig Infrastruktur verfügt. Interessant ist, dass Mango nach Ansicht der Regierung eine Stadt.

Ranchi, die Hauptstadt von Jharkhand liegt auf dem Chota Nagpur-Plateau und hat rund 1,1 Million Einwohner. In der Stadt gibt es Zement- und Schwerindustrie, was sie - trotz einiger Tempel und Moscheen - für Touristen eher unattraktiv erscheinen lässt. In Ranchi hat das Oberste Gericht des Bundesstaates seinen Sitz. Auch eine Universität hat hier ihren Sitz.



Der Betla Nationalpark wurde im Jahr 1986 eingerichtet und umfasst eine Fläche von rund 226 km². Man findet hier zahlreiche Elefanten, meist nach dem Monsun, wenn die Wasserlöcher ab März beginnen zu vertrocknen. Weitere Tiere im Park sind  Affen, Antilopen, Faultiere, Hirsche, Hirschferkel, Hyänen, Indische Zibetkatzen, Gaur (Indische Bisons), Languren, Mungos, Muntjakhirsche, Nilgaie (blaue Stiere), Sambharhirche, Schakale, Panther, Rhesusaffen, Stachelschweine sowie Wölfe. In den teilweise trockenen Laubwäldern des Parks leben zahlreiche Vogelarten, darunter u.a. Bachstelzen, Bankivahühner, Nashornvögel, Pfauen, Schopfschlangenadler, Schwarze Ibisse, Schwarze Rebhühner und Weiße Halsstörche. In dem hiesigen Kamaldah-See leben außerdem zahlreiche Wasservögel.

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