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Delhi - Indiens Hauptstadt hautnah erleben

Ort: Nordindien
Urlaubsart: Kultur | Geschichte | Bildung
Saison: Oktober - Mai

Reisen in Nordindien beginnen gewöhnlich in Delhi, Indiens Hauptstadt. Delhi untersteht als “Nationales Hauptstadtterritorium Delhi” direkt der indischen Zentralregierung. In dieser Stadt findet sich eine oft wilde Mischung aus mehreren historischen Epochen. Die Vergangenheit der Großmoguls blieb dank ihrer herausragenden Denkmäler und Grabstätten erhalten. Die eleganten Villen und Alleen von Neu-Delhi erinnern an die Zeit der britischen Herrschaft. Und direkt neben dem Alten existiert die moderne Welt der Internet-Cafés, Einkaufszentren und luxuriösen Theater. Nebenan in den Bundesstaaten Punjab und Haryana gedeiht die Volkswirtschaft. Im Norden liegen die Abhänge des Himachal Pradesh, bedeckt von Obstgärten. Im Norden grenzt Delhi an Ladakh, einer der schönsten Teile Indiens.

Delhi, die Hauptstadt Indiens, ist die drittgrößte Stadt der Welt. Ein ideales Reiseziel für Menschen, die Kontraste lieben: Hier sehen Sie Jugendliche in Jeans und Sadhus (heilige Asketen); Ochsenkarren und moderne Autos, Old Delhi mit seiner malerischen Burgruine aus dem 12. Jahrhundert, Monumente der Mogul-Ära (16. - 17 Jh.) und Herrenhäuser im Kolonialstil und Neu-Delhi mit Wolkenkratzern, stattlichen Ländereien, Botschaften und modernen Hotels.

Karte von Delhi

Reisen in Nordindien beginnen gewöhnlich in Delhi, Indiens Hauptstadt. Delhi untersteht als “Nationales Hauptstadtterritorium Delhi” direkt der indischen Zentralregierung.

Das Klima in Delhi ist eine Mischung aus der Wärme Rajasthans und dem kalten Klima des Himalayas. In Delhi sind die Sommer extrem heiß und lang, die wärmsten Monate sind Juni und Mai. Die durchschnittliche Temperatur beträgt im Juni 33°C, zwischen April und Oktober steigt das Quecksilber oft auch über 40°C.
Die Monsun-Saison dauert von Juni bis Ende September, wenn feuchte Luftmassen aus dem Indischen Ozean in die Stadt kommen. Winter sind in Delhi trocken und kühl, die Temperatur kann auf 0°C fallen. Das Wetter ist an diesen Tagen neblig.

Verschiedenartige Feste und Feiertage werden über das ganze Jahr abgehalten und zeigen das kulturelle Leben der Stadt und auch des ganzen Landes. Während des Musik- und Theaterfestes im Winter können Sie z.B. exotische und abwechslungsreiche Tänze und Dramen aus den verschiedenen Bundesstaaten Indiens erleben. Das Qutb-Festival bietet klassische indische Musik und Tanz-Performances, das von Oktober bis November stattfindet. Im Januar wird der Tag der Republik mit großem Pomp gefeiert. Im Juni können Sie die fantastischen Mango-Früchte probieren, an den Tagen des Mango Festivals, das im Talkatora Garten abgehalten wird.

Die Kochkunst hat in Nordindien einen hohen Stellenwert. Die Einheimischen backen ihr Brot (Roti) immer noch traditionell in einem speziellen Lehmofen, Tandoor genannt. Verschiedene Currys, Öl-Huhn, Tikka und Dal Makhani sind ein Erbe der kaiserlichen Küche und heute beliebter denn je. Aufgrund diverser religiöser Vorschriften und natürlichem Vorkommen sind bei Hindus und Moslems Hammel- und Reisgerichte weit verbreitet. Delhi, die zudem als Hauptstadt der indischen Küche bekannt ist, besitzt eine Mischung aus kulinarischer Tradition, die südindischen Speisen, Punjabi-Küche, Gujarati-Küche, Rajasthani Essen usw. umfasst. Allerdings gibt es auch noch Zutaten, für die Delhi wirklich berühmt ist. Darunter befindet sich auch das ausgesprochen beliebte "Tandoori" Huhn.

In den diversen Geschäften und Basaren von Delhi haben Sie die Möglichkeit schöne Meisterwerke des lokalen Handwerkes zu sehen: Schmuck aus Gold, Silber und Jade, Miniaturen und Malereien aus Elfenbein und berühmte Stickereien die mit Fäden aus Gold und Silber gewebt sind.

Alt-Delhi, das in der Geschichte Indiens tief verwurzelt ist, bietet eine großartige Möglichkeit das Land und seine Menschen kennenzulernen. Das imposanteste Bauwerk ist das Rote Fort mit seinen 2 km langen Sandsteinmauern. Man betritt es durch das Lahore Tor und gelangt direkt in die Gewölbearkaden (Chatta Chowk), in denen Seide, Schmuck und Gold verkauft wird. Die Arkaden führen zum Naubat Khana oder Trommelhaus, wo Musiker für den Kaiser spielten. Im Inneren des Forts liegt das Diwan-i-Am, die Audienzhalle, für die öffentlichen Audienzen, wo der Kaiser saß, um sich Beschwerden oder Streitigkeiten von seinen Untertanen anzuhören und das Diwan-i-Khas, Halle für private Audienzen, die aus weißem Marmor erbaut ist, dürfte Sie interessieren, in der der Kaiser private Audienzen abgelaten hat.

In der Nähe des Forts finden Sie das heilige Rajghat, das dem Vater der Nation gewidmet ist - Mahatma Gandhi. In den Ruinen von Purana Qilla, einem alten Fort, lassen sich einige Sehenswürdigkeiten entdecken. Herausgehoben sei hier die Qila-i-Kuhna-Moschee, die aufgrund der Verwendung verschiedener Steinmaterialien eine wirklich abwechslungsreiche und bunte Fassade hat. Die Ruinen von Purana Qilla, einem alten Fort, bilden einen erstaunlichen Hintergrund für das Nationalstadion.

Jama Masjid und das Grab von Humayun sind herausragende Beispiele indischer Prachtbauten und definitiv einen Besuch wert. Jama Masjid ist die größte Moschee Indiens, aus rotem Sandstein und weißem Marmor erbaut. Sie besitzt drei Tore, vier Ecktürme und zwei Minarette (40 m hoch). Das Grab von Humayun zeigt das kulturelle Erbe des Mogulreiches: es gibt kein besser erhaltenes Monument aus dieser Ära.

Ein Besuch in Delhi wäre nicht komplett ohne den Besuch des elegantesten Boulevards – dem wuselnden Chandni Chowk, der mit Gewürzen, Schmuck und vielen anderen Waren bestückt ist. Am östlichen Ende befindet sich der aus dem 16. Jahrhundert stammende Digambara Jain-Tempel mit dem Vogelhospital. Der Herrscher, Schah Firoz Tughlaq, war als großer Bauherr bekannt. Er hat sich im städtischen Dorf Hauz Khas verewigt. Heute findet sich dort eine Reihe bröckelnder Grabmäler, darunter das Grab des Shahs Firoz das Moth-ki-Masjid und andere Denkmäler inmitten von eleganten Restaurants, Kunstgalerien und Boutiquen.

Für Liebhaber muslimischer Architektur ist die außergewöhnliche Khirki Masjid (Moschee) mit einigen untypischen Bogenfenstern sehr interessant. In der Nähe befinden sich die Reste der vierten Stadt Delhi, Jahanpanah, einschließlich des Bijai Mandal-Aussichtsturms, von dem sich ein atemberaubender Panoramablick auf Delhi und den Begumpur Masjid mit seinen vielfältigen Kuppeln bietet.

In Alt-Delhi müssen sie sich unbedingt ein indisch-islamisches Architekturwunder ansehen: das höchste Minarett im Land Qutb Minar, ein 73 m hoher Sandsteinturm, am Aurabindo Marg, in der Nähe des Mehrauli (ein archäologischer Park). Das von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Gebäude ist ein Symbol für den Beginn der muslimischen Besetzungen im Norden Indiens. Die Moschee ist mit dekorativen Elementen hinduistischer Tempel, islamischen Kuppeln und Bögen verziert. Mit Ausnahme des Qutb Minar werden sich die meisten Pilger vom Moti Masjid angezogen fühlen, die auch als Pearl-Moschee bekannt ist, die aus Marmor besteht. Die Außenwände befinden sich genau in Symmetrie mit dem Rest des Forts, während die Innenwände leicht schief sind.

Das Bahai-Haus der Andacht, ein hochmodernes Bauwerk, ist auch als Lotus-Tempel bekannt. Sie werden von der Architektur beeindruckt sein, 27 blühende Lotus-Blüten, aus weißem Marmor. Der Tempel ist von neun Wasserbecken und Grünflächen umgeben.

Sie werden sich an Neu-Delhi als lebendigen und farbenfrohen Teil der Stadt erinnern. Rajpath (die Königsstraße) ist der Prachtboulevard der indischen Republik, der berühmt ist, für die Zier-Parks, Schwimmbäder und Gärten. Und wenn Sie am 26. Januar hierher kommen, werden Sie das große Ereignis der Republik Day Parade sehen. Im Herzen von Neu-Delhi befindet sich das nationale Denkmal Indiens – India Gate. Der Triumphbogen wurde von den Briten gebaut, zu Ehren der unbekannten Märtyrer, die ihr Leben im Ersten Weltkrieg und dem Zweiten Krieg in Afghanistan verloren haben.
Neu-Delhi ist nicht nur ein administratives Zentrum der Stadt mit modernen Gebäuden, wie das Parlament und der Rashtrapati Bhavan (das Weiße Haus von Indien), das von der Vijay Chowk (der Platz des Sieges) umgeben ist, sondern eine echte indische Schatzkammer der Kunst, Meisterwerke und Wissenschaft.

Besuchen Sie das Mandi Haus und statten Sie dem kulturellen Zentrum von Delhi mit Galerien zeitgenössischer Kunst, einem Amphitheater, der Staatlichen Akademie für Literatur, Bildende Kunst und Skulpturen einen Besuch ab. Erweitern Sie Ihre Kenntnisse im Nationalen Physikalischen Institut oder im Observatorium Jantar Mantar, das mit einer Sammlung bekannter Sonnenuhren wie z.B. dem “Prinz der Ziffernblätter” aufwarten kann. Liebhaber von Kunst und Antiquitäten können das Zentral Asiatische Antik Museum und das National Museum Indiens besuchen, die sich wertvoller und interessanter Sammlungen rühmen können.
Ein Beispiel für moderne indische Tempel-Architektur ist der Lakshmi Narayan Tempel mit aufsteigenden Kuppeln, einem Marmor-Eingang und Spitzen. Er war einer der ersten Tempel in Indien, wo es keine Kasten-Beschränkungen gab.
Die gepflegten Lodi-Gärten geben der Stadt einen malerischen Anstrich. Die Bewohner nennen sie liebevoll “grünes Licht“. Es ist eine große Freude, entlang der Alleen zu spazieren, neben angelegten Blumenbeeten, grünen Rasenflächen und den beeindruckenden Grabstätten von Sayyid und Lodi, die im 15. Jahrhundert regiert haben.

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